Selbstsucht aus meinem Herzen! — ich entsage, demletzten stolzen Traum, worein ich mich gegen die Qualenum mich her hüllte. Sie sollen Alles erfahren und hie-nach urtheilen. Aber kaum kann mein Mund diese Ge-schichte gegen Sic anssprcchen: der Sohn kann Das nichtruhig mit anhören, was ich, wenn ich mich selbst nicht un-gerecht, nicht über Gebühr verdammen will, von deniTod-teu sagen muß! Doch die Zeit," kuhr er flüsternd fort,mit den Angen gegen die leere Luft gewandt, „die Zeitdrängt ja nicht allzusehr; so möge denn die Hand, nichtdie Zunge sprechen: — ja; der Tag der Hinrichtung ist —ja, ja — noch zwei Tage bis dahin.— Morgen? nein!junger Mann," sagte er, plötzlich sich zu Walter» wen-dend, „übermorgen, um sieben Uhr Abends, am Abendvor meinem letzten Morgen — kommen Sie zu mir. Dannwill ich Ihren Händen ein Papier übergeben, welches dieganze Geschichte meines Verhältnisses zu Ihrem Vaterenthält. Ans das Wort eines Mannes am Rand einerandern Welt! kein Umstand, welcher von Werth für Sieist, soll darin umgangen sehn! Aber lesen Sie's erst,wenn ich nicht mehr bin; und wenn Sie's gelesen, ver-trauen Sie die Geschichte Niemand an, bis Lesters graueHaare das Grab deckt. Darauf schwören Sie! ein solcherEid ist vielleicht schwer zu halten, aber —"
„So wahr mein Erlöser lebt, ich will beide Bedin-gungen beschwören!" ries Walter mit feierlicher Erhebung.„Aber jetzt sagen Sie mir endlich —"
„Aragcn Sie mich nicht mehr!" unterbrach ihn Aram.