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o dann sehen Tie gerecht — sehen Sie großmüthig selbstin der Sünde n»d lassen Sie mich nicht durchs ganze Le-ben von einem gespenstischen Zweifel ruhlos gejagt werden!Sprechen Sie, o! sprechen Sie!"
Wohl können wir uns Porstellen, wie zermalmendein solcher Zweifel in der Brust eines von Natur kühnen,feurigen Menschen gewesen sehn müsse, wenn er den eigenenSohn des Ermordeten bis zum Vergessen seines Grimmsund Rachegcfühls, ja bis zur dcmüthigen Bitte herab-drückte! Aber Walter hatte Arams Vertheidigüng mit«»gehört und seine Miene genau beobachtet; keinen Blickhatte er während der Gerichtssitzung von ihm verwandt,und wie einen eiskalten Stachel durch sein Herz hatte ergefühlt, daß sein eigenes Urtheil nicht im Stand wäre,den über den Beklagten gefällten Spruch mit auszuspre-chen! Wie gräßlich muß daher sein Gemüthszustaud ge-wesen sehn, als er »ach Lesters HauS zurückkehrend, einHaus des Todes fand; — den reinen, schönen Geist ent-flohen; — den Vater nm sein Kind jammernd, unzugäng-lich jedem Trost — und Ellinvr!. Nein! ein An-
blick wie dieser, Gedanken wie diese, zerknicken den Stolzin eines Mannes Brust.
„Walter Lester!" sagte Nram nach einer Pause, dasHaupt mit Würde erhebend, obwohl in den Zügen nurEin Ausdruck — Weh, unsägliches Weh — lag, „WalterLester I ich glaubte, ich würde scheiden ans der Welt ohnemeine Geschichte Jemand erzählt zu haben; aber nichtumsonst haben Sie sich an mich gewandt! Ich reiße dieBulwcr's Romane. VI. g