Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
124
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schlag?" Die Aerztc befolgten den Fingerzeig;ein äußerliches Mittel ward angewcndct, die Her-zogin erwachte am Morgen so schön als je dasFest fand statt, sie war die Armida des Abends.Das Souper ward angekündigt; sie nahm den Arm

des-Gesandten und bewegte sich durch die

Versammlung unter den Acußerungen allgemeinerBewunderung. Sie blieb einen Augenblick an derThi'ire stehen, Aller Augen waren auf sie gerichtet.Eine schreckliche, Entsetzen erregende Zuckung gingüber ihr Gesicht, ihre Lippen zitterten, sie fiel zuBoden unter den fürchterlichsten Krämpfen, die imGesicht und am Körper ausbrachen. Man brachtesie zu Bette. Einige Tage blieb sie bewußtlos;als sie wieder zu sich kam, verlangte sie einen Spie-gel. Ihr ganzes Gesicht war auf Einer Seite ver-zerrt keine Spur von Schönheit war mehr da;in dieser Nacht noch vergiftete sie sich."

Ich kann nicht anssprechen, wie bestürzt ichüber diese Nachricht war. So viel Ursache zurBeschwerde über das Betragen dieser unglücklichenFrau ich hatte, fand ich doch in meiner Seelekein anderes Gefühl als Mitleid und Grausen überihren Tod; nur mit Mühe überredete mich Vin-cent, eine Einladung zu Lady Roseville, wo ich ihnund Glanville treffen würde, anzunehmen.

Jndeß, als der Abend kam, heiterte ich michauf, und obgleich in meinem Gemüth noch derEindruck der Erzählung vom Morgen her haftete.