Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
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und betraten Holborn. Hier stand der Mond überuns in wunderschönem Glanze, warf sein Lichtans eine schläfrige Reihe Miethkutschen und schüt-tetesilberne Schwcrmuth," über die schma-len Gesichter und finstern Kleidungen zweier Nacht-wächter ans, die uns, nach unserm Bedünken, mitsehr verdächtigen Mienen betrachteten.

Wir schleuderten ziemlich langsam weiter, biswir durch eine jämmerlich aussehende Menschcn-masse gehemmt wurden, welche sich um einen dum-pfen, schmutzigen, melancholischen Laden versammelthatte, aus dem eine einzige Kerze flimmerte, de-ren langer, einer Spinnerin ähnlicher Docht imOstwind aufs lebhafteste flackerte. Auf den ma-gern, verkümmerten Gesichtern der Umstehendenmalte sich ein allgemeiner, übereinstimmender Aus-druck lebhafter, neidischer, brütender Knmmerniß,die in so weit der hervorstechende Zug bei denverschiedenen Charakteren war, daß er alle eini-germaßen einander ähnlich machte. Es war ihnenein Stempel aufgedrückt, wie man sich etwa den-jenigen vorstellen mag, mit welchem, wo nicht derErzfeind selbst, doch einer seiner untergeordnetenGeister jedes Stück seiner Heerde bezeichnet.

Unter diesem Hansen erkannte ich mehr alsEin Gesicht, das ich oft bei meinen Spazierrittendurch die Stadt gesehen hatte, wie es von denSchultern eines aufdringlichen, nichtsnutzigen,dicnstlosen Lohnbcdienten sich umgesehen, und mit