87
sollte, besann ich mich plötzlich auf das Hotel inder Straße 8r. kooore, wo Vincent und ich in dervergangenen Nacht einen so unccremoniösen Besuchabgestattet hatten. Von der Hoffnung erfüllt, heuteglücklicher zu seyn, als ich es gestern im AnfsuchenWarburtons gewesen, befahl ich dem Kutscher, nachdem Hause des alten Marquis-zu fahren.
Der Saal war, wie gewöhnlich, gedrängt voll.Ich verlor einige Napoleon's im Le»rte, um mei-nen Eintritt zu bezahlen, und fieng dann aus demStegreif eine Liebeständclei mit einem der schönenLockvögel an. Während dieser Beschäftigung schweif-ten meine Augen und mein Geist vielfach umher.Ich konnte mich der Hoffnung, Warburton nocheinmal vor meiner Abreise von Paris zu sehen,nicht entschlagen, und jede Ucberlegung, wclchemichin meinem Verdacht hinsichtlich seines wahren We-sens bestärkte, verdoppelte mein Interesse an seinerVerbindung mit Tyrrell und dem gemeinen Wüst-ling von der Straße 8r. Dominique. Ich gab mei-ner Cynthia von fünf Minuten her einige matteAntworten, als Plötzlich mein Ohr von einer eng-lischen Stimme angesprochcn wurde. Ich sah michum und erblickte Thornton in vertraulicher Unter-haltung mit einem Mann, der mir den Rücken zu-gekehrt hatte, aber in dem ich mit Recht Tyrrellvermuthete.
„Oh, er wird bald hier seyn," sagte der Erste,„und wir wollen ihn diese Nacht ordentlich bluten