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1 (1889)
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4. Kapitel. Die Kolonien.

Die Brandenburger blieben nicht lange auf den Besitz von Groß-Friedrichsburg beschränkt. Im Februar 1684 hatten sich die Häuptlingedes 2^/» Meilen weiter östlich gelegenen Accada, mit denen Groben beiseiner Ankunft Verhandlungen angeknüpft, wiederum an sie gewendet.Sie waren von den Holländern verlassen worden und baten daher, daßdie brandenburgische Kompagnie sich ihrer annühme. Es wurde be-schlossen, ihrem Gesuche stattzugeben und bei ihnen eine zweite Nieder-lassung zu gründen.Alsbald kam mit den Häuptlingen ein Vergleich''?dahin zu Stande, daß diese den Berg, auf welchem das Fort errichtetwerden sollte, der Kompagnie gegen eine Pese Goldes überließen. Siemachten sich anheischig beim Bane zu helfen, und zwar zwei Tage inder Woche umsonst, an den übrigen Tagen gegen eine vom Kommandantenfestzusetzende Entschädigung, ferner verpflichteten sie sich, nur mit denBrandenburgern Handel zu treiben, die im Fort befindlichen Weißengegen angemessene Bezahlung mit Lebensmitteln zu versorgen und behufsAusrcchterhaltung eines regelmäßigen Verkehrs mit Groß-Friedrichsburgzu näher verabredeten Preisen Kanoes und Schiffer zu stellen. DerIngenieur von Schnitter erhielt den Auftrag, sich mit neun Alaun undvier dreipfündigen Kanonen nach Aecada zu begeben und daselbst einFort zu erbauen. Ans einer kleinen, vom Meere nmspülten Anhöhe wurdees errichtet.^ Viel bescheidener als Groß-Friedrichsburg, in der Formeines Dreiecks, hattedas Fort Dorothea"^ nur drei halbe Bollwerke.Ursprünglich war esmit Pallisaden umbsctzct und mit Klippsteineuumbleget." Erst im darauffolgenden Jahre ließ es der Direktor JohannNiemann von Grund aus massiv ansführen und mit zwei Bollwerkenversehen. Accada war insofern von besonderer Bedeutung, als es fürdie Kornkammer der Umgegend galt und überdies den einzigen, freilichnur für kleine Schiffe benutzbaren Hafen an der Goldküste besaß. Einendritten Zuwachs erfuhr endlich die Kompagnie durch die freiwilligeUnterwerfung der Häuptlinge von TaccararyZ" welches etwa fünf Meilenöstlich von Accada in einer herrlichen Gegend am Meere lag. Bereitsim Mai 1684 wurden freundliche Beziehungen mit ihnen angeknüpft;an diesen ließ man es sich aber einstweilen genügen, weil damals Tac-

2 ° Urk. Th. II, Nr. 85.

2 ' Urk. Th. II, Nr. 86 a und I>; Nr. 89.

22 Der Generaldirektor Lange an den König, ä. cl. Groß-Friedrichsburg, den20. April 1709. U. 65. 30.

22 Niemann's Bericht an das Bewindhaberkolleginm, ä. ä. Groß-Friedrichsburg,den 9. Februar 1688. U. 65. 17. S. auch Skizze 4 inBrandenburg-Preußen."2 ° Über laoearsr/ (loeeorar)-) s. Loowan, I. e., x. 23.