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1. Kapitel.
Königlichen Vornehmen glücklichen 8neee88 nnd was weiter zu Nutz undAufnahmen Dero hohen König!. Hauses nur immer gereichen kau;gestalt Wir dann, so viel an Uns, dazu von Herzen jederzeit gernoooxerirsn werden."
Das ist das Ende des ersten Kolonialplaues. Daß es kein glück-licheres gewesen, ist nicht Schuld des Großen Kurfürsten; er hat, wiewir gesehen haben, alles aufgeboteu, die Kompagnie ins Leben zu rufen,aber nnübersteigliche Hindernisse sind ihm in den Weg getreten: diegefährlichen Zeitläufte nnd Kriegsunruhcn, der überaus schlechte Zustandseiner Finanzen und nicht zuletzt die unbeschreibliche Gleichgiltigkeit seinerllnterthancn.
Pia» einer luirbrandeiibnrglsch-MMschcn Kompagnieim Lunde mit Österreich und Spanien.
Der erste Plan des Großen Kurfürsten war noch nicht oder höch-stens soeben zu Grabe getragen, als diesem von unbekannter Seite einneuer Vorschlag ^ gemacht wurde, auf welchen aber, nach den vorhandenenAkten zu urtheilcn, gar nicht näher eingegangeu ist. Er war auch eigen-thümlich genug. Der anonyme Verfasser meint nämlich, daß die Fürsten,nachdem Deutschland beruhigt ist, zum Ruhm Gottes und znm Heileihrer Völker nichts besseres unternehmen könnten, als eine Schiffahrtnach West-Indien. Unter den Fürsten will er speeiell den deutschenKaiser, die Königin von Schweden und den Kurfürsten von Branden-burg verstanden wisse»; diesen empfiehlt er entweder für sich allein oderzu zweien beziehungsweise dreien vereint von Lübeck, Wismar oderKönigsberg aus das maritime Unternehmen ins Werk zu setzen.
Die beiden Hauptzwecke, nämlich der Ruhm Gottes nnd das Heil
' Die in lateinischer Sprache abgefaßte Denkschrift mit dem Titel „Xnäa -lis-xositio naviZationis Inäias oeoiäontalio" wurde nach einem Vermerk am 7. Oktober1658 von Herrn von Canstein, dem damaligen Präsidenten der Berliner Amtskammer,eingegeben. Ich vermnthe aber, daß sie schon im Anfänge der fünfziger Jahre ent-standen ist. Ihr Verfasser (der sich übrigens rühmt, auch eine „Usstanratio xrinoi-xatunm" geschrieben zu haben) erwähnt nämlich, daß die Zeiten sich deßhalb besonderszu der vorgeschlagenen Schiffahrt eigneten, weil England durch innere Unruhen behindertwäre und Holland und Portugal mit einander (in den Kolonien) Krieg führten. —L. XI. 130. (6).