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1 (1889)
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4. Kapitel. Die Kolonien.

erstlich gewisse Maaren von mir, davor sie unserer Compagnie den Bergund die nmbliegende Gegend eigenthümlich verkanfeten. Nachmals ließich eine Schale mit Branntwein, Wermuthextrakt und Violensaft zurichten,nahm einen Löffel in die Hand und sragete den Ältesten, ob ihm beliebezu trinken; selbiger sagete: Ja, ich trinke folgende I'unetn, so man mirvorgelcsen, zu halten, unter dieser über uns wehenden Flagge zu lebenund zu sterben. Breche ich meinen Eid, so lasse mich der große Monarch

augenblicklich sterben.Nachdem sie nun alle den Eid geleistet,

nahm der älteste dapiseir die Schale in die Hand und begehrcte: Ichsolle ihnen allen nebst dem Ooiuiusuclanteu schweren, sie wider alle ihreFeinde zu beschirmen und in keiner Noth zu verlassen, ihnen ihr Weibund Kinder nicht wegzunehmen oder zu verkaufen, itoiu wider die hollän-dische Compagnie zu vertheidigen. Welches ich ihnen alles zu haltenversprochen, ausgenommen wann sie den Holländern würden Ursach gebenoder was entsrembdcn. Damit steckcte mir der dupmoir einen Löffel volldes Trankes in den Hals, daß ich 6 Wochen daran genug hatte, wieauch dem Ooiurnsnckauton."

Der noch erhaltene Vertrag ist vom 5. Januar 1683 datiert."Darnach haben sich vierzehn Häuptlinge, unter denen sich auch der ur-sprünglich todtgcsagte Häuptling Apani, einer der Mitunterzeichner desBlonck'schcn Vertrages, befand, anheischig gemacht, diezu der SchwarzenBeschirmung" erbaute Festung mit Gut und Blut vertheidigen zu helfen,dem im Namen des Kurfürsten daselbst residierenden Kommandanten, wieauch der Garnisonin aller Unterthünigkeit alle Dienste zu leisten undan die Hand zu gehen," endlich in Zukunft nur mit den BrandenburgernHandel zu treiben und die Niederlassung einer anderen Nation nicht zudulden. Gröben versprach ihnen dafür Schutz und Schirm des Kur-fürsten und gab ihnen zu ihrerVersicherung" einige Stücke Zeuge undandere gangbare Waarcn als Geschenk. Kaum war der Besitzergreifungsaktvollzogen, so erschien der Kaufmann von Axim persönlich mit einem großenGefolge, um gegen die brandcnburgische Niederlassung förmlichen Protestzu erheben." Gröben antwortete ihm kurz, daß die Brandenburger denBerg und die Umgegend von den Schwarzen gekauft, und daß die holländischeKompagnie ihren Protest in Berlin Vorbringen möchte; er und die Seinenwären bereit, Freundschaft mit ihnen zu halten, sagte ihnen dies nicht zu,so stünde ihnen frei zu thun, was sie nicht lassen könnten. Gegenüberdieser energischen Sprache blieb dem Holländer nichts anderes übrig, als

Urk. Th. II, Nr. 69.

" Gröben, a. a. O., S. 83 ff., beschreibt sehr interessant dieVisite" und denAufzug des Holländers.