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1 (1889)
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303
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8 3. Unter Friedrich Wilhelm I.

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war es um Groß-Friedrichsburg bestellt. Im November 1710 hatte derGeneraldirektor Dubois ihm den Rücken gekehrt, um persönlich von demgefährdeten Zustande der Festung Nachricht zu geben. Im März desfolgenden Jahres traf er in Amsterdam ein. Nach seinem Berichtemuhten die Festungen in fremde Hände fallen, wenn nicht binnenJahresfrist neuer Sukkurs hinkam, denn nur so lange hatte der Führerder Eingeborenen, Jan Conny, ihm versprochen sie für Preußen zuhalten?' Die schlimme Lage der Kolonien bestärkte Friedrich Wilhelmin seinem Entschlüsse sich ihrer, che cs zu spät würde, zu entänßern.Die früheren Unterhandlungen mit England waren vorzüglich deßhalbins Stocken gerathen, weil die afrikanische Kompagnie erst nähere Erkun-digungen über den Zustand und den Werth des guineischen Besitzes hattecinziehen wollen. Inzwischen war die Königin Anna gestorben lindein Wechsel in den leitenden Persönlichkeiten eingetreten; die letzterenmochten nicht, daß dem Staate durch den Ankauf der preußischen Be-sitzungen irgend welche Kosten erwüchsen, weil der afrikanische Handel inprivaten Händen lag. Da hatten sich unerwartet im Januar 1716 dreiVertreter der englisch-afrikanischen Kompagnie bei Bonet gemeldet undihm 20 bis 25 000 Pfd. Sterl. für die Festungen geboten. Als Bonetdiese Summe für zu gering bezeichnete, erklärten sie sich auch zur Zahlungvon 200000 Thlr. für den Fall bereit, daß Preußen ihnen durch seineFürsprache beim englischen Hofe ein afrikanisches Handelsmonopol ver-schaffte.^ Ersterer wurde daraufhin angewiesen sich beim Könige undbeim Parlamente in ihrem Interesse zu verwenden?" Die Zeit war jedochfür diesmal schon zu sehr vorgeschritten, — das Parlament hörte baldans zu tagen — und man vertröstete daher die Offerenten auf die nächsteSession?' Im Dezember berichtete aber Bonet?? daß keine Aussichtvorhanden sei von dem Parlamente die Zustimmung zu der von derKompagnie erlangten Akte zu erhalten. Die letztere wollte nämlich unter

daß er schließlich dem Ltatsminister von Sehstel lachend erklärt, er werde 2. Maj. denKönig von Preußen bitten es mit dem dän. Gesandten ebenso zn machen, bis manmit ihm anders verführe."

Näheres s. unten Kap. 4 8 1- Hier sei nur bemerkt, daß der Name des— zunächst für die Preußen eintretenden — Negers von Dubois fast immer so wieoben im Texte, bisweilen mit einem n, niemals aber Cunny (so: Stuhr, S. 141 ff.)oder Conny bezw. Cuny (so: „Brandenburg-Preußen," S- 42 ff.) geschrieben wird.

Am 12. August 1714.

Bonet an den König, l-onürso, 3/14 .lanvisr 1716. k. 65. 37.

Order, ci. ä. Berlin, den 14. März 1716. 1i. 65. 37.

Bonet an den König, 6. 6. I.onclros, 27 2Iars/7 .4vrit 1716. R. 65. 37.

'2 Bonet an den König, 6. 6. I-onärso, 23 dlov./4 I)ea. 1716. R. 65. 37.