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3. Kapitel. Die brandenburgisch-afrikanische Kompagnie.
staatlicher Garantie eine Anleihe von einer Million Pfund Sterling imSubskriptionswege aufnehmen, um ihrerseits den Ankauf der preußischenKompagnie bewirken und den zukünftig monopolistischen Handel destointensiver betreiben zu können. Damit kreuzte sie die Pläne desdamaligen Finanzministers Walpole, welcher sich die Befreiung Eng-lands von allen Schulden innerhalb zwanzig Jahren zum Ziele ge-setzt hatte und der daher allem widersprach, was die letzteren ver-mehren konnte. Der König wandte sich nunmehr ans den VorschlagBonets im Januar 1717 " „ach Danzig, Hamburg, Bremen, Emden,Amsterdam und dem Haag, mit der Anfrage, ob dort vielleicht Leutezu finden wären, welche die Festungen kaufen oder pachten wollten.Doch von überall her kamen unverzüglich verneinende Antworten,Bremen ausgenommen. Hier waren einige Kaufleute dazu bereit; sieverlangten aber eine Garantie dafür, daß ihre Schiffe nicht von solchenfremden Mächten, mit denen der König im Frieden lebte, insultiert oderansgebracht würden. Alsbald verloren sie jedoch, wie der Agent Tile-mann meldete, die Lust dazu, „seitdem sie sich mehr und mehr diesesWesens halber in Holland erkundiget."" Trostlos klingt der Berichtdes Kriegskommissars Jwatzhoff aus Emden:" Das Kommerzium stündeso schlecht, daß sich fünf bis sechs Leute zusammenthüten, um eine Schmakeauszurüsten. Bei dieser Gelegenheit läßt er wieder etwas über dieKompagnieeffekten hören: die Schiffstaue und Segel wären durch dasfast sechzehnjährige Stillliegen sehr verdorben, das im Magazin befind-liche Eisenwerk durch das bei Fluthen wiederholt eingedrungene Salz-wasser ganz verrostet, das Kompagniehaus dem Einsturz nahe; umwenigstens das letztere zu retten, bat er, die bereits viel über die Hälfteunter Wasser liegenden beiden Schiffe verkaufen und den Erlös zurHerstellung des Hauses verwenden zu dürfen. Friedrich Wilhelm waraber zu dieser Ausgabe nicht zu bewegen; er befahl vielmehr, als ihmJwatzhoff einige Zeit darauf die Nachricht zngehen ließ, daß ein Theildes Hintcrgiebels eingestürzt sei und daß bei einem Wind der Rest Nach-folgen könnte, das Hans zu verkaufen, „weil cs ohnedem wenig Nutzeist.""
" Die Reskripte sind datiert: Berlin, den 18. bezw. IN. Jannar 1717. ü, 65. 37." Tilemann an den König, 6. cl. Bremen, den 6. Februar bezw. den 14. April1717. II. 65. 37.
'5 cl. (I. Emden, den 29. Januar 1717. ik. 65. 37.
Jwatzhoff an den König, ä. cl. Emden, den 30. April 1717. König anJwatzhoff, (1. 6. Berlin, den 9. Mai 1717. — In einem Berichte, ä. 6. Emden, den25. Mai 1717, äußerten Jwatzhoff und der Gerichtsschulze Kettler ihre Bedenken gegen