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1 (1889)
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302
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3. Kapitel. Die brnndenburgisch-afrikanische Kompagnie.

und muß dnnnenhero das ganze Absehen nur dahin gerichtet werden, wieauf andere Weise aus solchem von Unserm Herrn Vater und Groß-vater in ^trion und ^morien gestifteten Ltabli886ment einiger Vorthcilvon lins gezogen werden könne, und dieses ist die eigentliche MeinungUnserer hiebevor verschiedentlich wegen UmnclonnivnnA dieser Sache ge-schehene Erklärung, daß Wir nemlich solch ^.trioan. und ^mortonn.O'cmimoroinm zwar nicht wcgschenken oder es primo oocmpiinti hingcben,aber doch auch daran kein Geld verwenden und Uns deßhalb in einigeKosten setzen wolten. Wegen der (lolonis ans 8t. Mionitw wird allemAnsehen nach mit den Dünen so leicht nicht zum ^oeomoclonront zukommen sein. . . . Dnnnenhero woll in Zeiten daraus zu gedenken wäre,wie man allenfalls die auf 8t. ll'llonmo annoch vorhandene Effecten sal-viren wolte, danlit die väu. Ooinp. nicht unvermnthet zugreife und selbigesich zueigne. Daß Wir, wie der Oirsotonr-Ooiisrnl ans Groß-Fricdrichs-burg vorgeschlagen, 2 oder 3 Schiffe auf Unsere Kosten ansrüsten undnach selbiger Küste senden sollten, dazu werden Wir uns nimmer ro-8o1virsn."

Die mit Dänemark gepflogenen Verhandlungen hatten kein weiteresErgebnis;, als die ungeheuren Forderungen sestzustcllen, welche die west-indische Kompagnie der rückständigen Landkultnr wegen erhob. Sie beliefensich auf nicht weniger als ans 1078220 Stücke von Achten (^Rthlr.).Prenßischerseits wurde zwar diese Forderung nur in Höhe von 00000 Thlr.anerkannt und eine Gegenforderung von 264050 Thlr. als Ersatz für denim Laufe der Zeit zngcfügten Schaden geltend gemacht. Damit hatteaber auch die Sache ein Ende, und die beiden auf St. Thomas befindlichenKompagniebeamten — der Direktor Bourdeaux und der Buchhalter Caba —snmmt den Effekten wurden ihrem Schicksale überlassen." Ebenso traurig

°° Die im Texte angegebenen Zahlen sind einer von Ramler verfaßten Denkschriftentnommen, welche überschrieben ist: „Gründlich und bestfnndirte Gegen-Nothdurft derKgl. ?r. ^t'r. 6. contra die von der Kgl. Dan. IV. 0. jüngst sub 3. Oet. 1715 über-gebene Imxntationss und Vorstellungen", <1. ci. Berlin, November 1715. In dieserDenkschrift wird ausdrücklich hervorgehoben, daß es seit dem Jahre 1695 zu einemVertragsabschlüsse nicht mehr gekommen ist, sondern daß alle diesbezüglichen Verhand-lungen Projekte geblieben sind. — R. 65. 35.

Zu erwähnen bleibt noch, daß die neuen Unterhandlungen in Kopenhagen geführtwurden, und zwar im Jahre 1716 durch den Gesandten von Knpphausen, in den Jahren1717 und 1718 durch den Gesandten, Kämmerer von Happe. Sie klagen in allenBerichten, daß sie nichts auszurichten vermöchten, weil die dänischen Minister ihre Be-mühungen Hintertrieben. Happe meldete schließlich, 4. ll. Kopenhagen, den 19. Juli1718, N. 65. 38: „Er habe wegen der Angelegenheit von 8t. Uromas wiederholtmündliche und schriftliche Vorstellungen gemacht, aber nie eine Antwort erhalten, so