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1. Kapitel.
^huldvolles Schreiben^ zu überbringeu uud bei dem Könige von Spanien" im Interesse der Kompagnie zu verhandeln?^
Er nahm seinen Weg über Baden. Markgras Hermann schloßsich ihm unverzüglich an. So trafen beide am 8. April 1661 in Clevebeim Kurfürsten ein, welcher sich sehr erfreut darüber zeigte, daß derKaiser sich die Proposition hatte gefallen lassen und sie „xor 6xxrs88nin"dem Könige von Spanien kommunizieren wollte. Die sogleich begonnenenNerhandlungen nahmen etwa eine Woche in Anspruch. Existieren überdieselben auch keine Protokolle, so lassen uns doch eine Anzahl ans unsgekommener Dokumente nicht im Unklaren über sie und die — in derRoxas'schen Denkschrift nicht rein zum Ausdruck gelangten — Intentionendes Großen Kurfürsten.
Ein daselbst sestgestelltes Kompagnieprojekt o" spricht zuvörderst aus,daß jeder Theilnehmer im Verhältniß zu seiner Einlage mit Österreich undBrandenburg gleichberechtigt ist. Unter ihnen allen, einschließlich derKompagnie selbst, besteht in sämmtlichen Vorfällen ein wechselseitigesSchutz- und Trutzbündniß bei Vermeidung von Schadensersatz. JedemTheilnehmer, der um die glückliche Rückkehr der Schiffe aus Indienbesorgt ist, steht die Versicherung seines Antheils frei. Die Einlageeiner noch zu bestimmenden Summe befugt den oder die mehreren Ein-leger zur Bestellung eines eigenen Direktors und eines Kommissarsbehufs Wahrung der besonderen Interessen. Die Direktoren habenauf Verlangen der Mitglieder jederzeit Rechnung zu legen und für diegehörige Bekanntmachung der Waarenverkänfe in den Seestädten und insonst geeigneten Plätzen Sorge zu tragen. Die Versteigerung derWaaren, die an bestimmten Orten aufgestapelt werden sollen, erfolgtnur öffentlich an den Meistbietenden gegen Baarzahlung.
Seine Ergänzung findet dieses Projekt durch die Roxas branden-
Baden zunächst zur geistlichen Karriere erzogen, trat Prinz Hermann 1649 in spanischeKriegsdienste und ward im Jahre 1631 mit einem Kommando als Ritimeister in diespanischen Niederlande gesandt. Bon diesem Posten zwei Jahre später abberufen undnach Baden heimgefordert, blieb er trotzdem in Konnex mit dem Madrider Hofe undfand auch später noch mehrfach Gelegenheit, in burgundischen Kreisangelegenheiten alsVertreter Spaniens zu fungieren. Die feine diplomatische Klugheit und das versöhn-liche Wesen des persönlich streng katholischen Markgrafen hatten ihm im Verein mitder ihm eigenen lebhaften Hingabe an seine Aufgaben und seiner militärischen Tüchtigkeitbesondere Achtung und Beliebtheit zumal auch bei den protestantischen Reichsständenschon damals gewonnen." S. auch die Mittheilung von Roxas über ihn, bei Heyck, S. 193.
Bereits oben S. 58 erwähnt. (Th. II, Nr. 19.)
2b S- das Th. II, Nr. 20 abgedruckte Schreiben.
22 Abgedruckt Th. II, Nr. 21.