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1. Kapitel.
Lande nicht zu übergehen Ware, bestimmen. Der Handel selbst könntevon Preußen oder von den Elbfürstentümern bzw. von Hamburg ausbetrieben werden. Das kaiserliche Recht über die Meere zu befestigen,sei jetzt wieder die rechte Zeit. Der Kaiser allein werde in Zukunftdie oberstrichterliche Instanz in Fragen des internationalen See-rechts bilden und als sein Vertreter der Kurfürst von Brandenburgfungieren.
Die Kompagnie sollte nicht bloß nach Indien Handel treiben,sondern auch den norddeutschen Handelsverkehr nach Spanien und denspanischen Niederlanden übernehmen, neue Beziehungen ans der West-küste Afrikas, auf Madagaskar und der Küste von Mozambique an-knüpfen und dadurch der katholischen Kirche unermeßliche Gebiete er-schließen.
Den Holländern würde man durch Vermeidung der von ihnenbesetzten Gebiete aus dem Wege gehen, so daß sie keine Ursache zuFeindseligkeiten hätten, im Nothfalle würde man sich ihrer zu wehrenwissen. Der schlechte Ausgang anderer Handelsgesellschaften dürfe nichtabschrecken; er sei hauptsächlich dem Umstande zuzuschreiben, daß dieUnternehmer holländische Seeleute geworben hätten, die im kritischenMoment von den Generalstaaten heimgefordert worden. Die Kompagniewürde in Deutschland und Flandern zur Genüge tüchtige Seeleute haben.Der Verlust durch Schiffbrüche und Havarien sei gering. Die Kontrolleüber die Verwendung der Kapitalien könne verschärft werden.
An diese Ausführungen knüpfte Roxas im Aufträge des Kurfürstenvon Brandenburg das Ersuchen:
„Der Kaiser wolle: das Projekt an Philipp IV. empfehlen, derKompagnie im Geheimen beitreten, etwa mit 100000 Thalern, und aufdem Wege der Verwaltung den von der neuen Kompagnie eingeführtenWaarcn günstigere Absatzbedingungen verschaffen.
Der König von Spanien wolle: ebenfalls im Geheimen beitretenund dem Handel der Kompagnie Vorzugsrechte einräumen.
Beide Majestäten wollen: zunächst das tiefe Geheimniß des Pro-jekts bewahren, damit nicht akatholische Gegner von vornherein diereligiöse Frage benutzen, um der neuen Kompagnie Schwierigkeiten inden Weg zu legen, in der Art, wie die Holländer durch erfundeneMachtansprüche des römischen Stuhles die Japaner gegen alle Katholikenin den: Maße verhetzt haben, daß kein solcher das Jnselrcich zu betretenwagen kann. Erfahren die Holländer von dem Projekt, werden sie sofortargwöhnen, die früheren spanischen Zugeständnisse (im westfälischenFrieden) stünden für sic ans dem Spiele swie Roxas dem König von