Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
15
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8 1. Plan einer kurbrandcnlmrgisch-ostindischen Kompagnie. 16471652. 15)

auf gewisse Jahr limitirtes und ocmooäirkos Privilegium fast oxpirirkgewesen, haben sie die Herrn Staaten wider alles Verhoffen gegen Er-legung 18 Tonnen Golds dieser Compagnie ihre Privilegien aufs neuconfirmirt. Danncnhero ermelter Prinz von Oranien dies Werk beiden gesammten Herrn Staaten aus jetzt erzählten Llotivis vor diesmalennicht hat erheben können, sondern cs wider seinen Willen äissinrnlanclomüssen fahren lassen, jedoch dienlich zu sein erachtet, dies UsADtium anseinen Herrn Tochtermaun den Chursürsten zu Brandenburg zu rooonr-inenäirsn, damit unter dessen Autorität und Oonänito dies Wesen einenals anderen Weg eingerichtet werden möchte."-"

Doch bevor wir weitergehen, ein Wort über GijselS' Persönlichkeit!Markgraf Hermann von Baden-Baden, der ihn 1661 kennen lernte,nennt ihn einensinnreichen, in See und Commerzien erfahrenen Mann,eines redlichen Gemüths, der von Jugend ans sein Leben in steter Mühund Arbeit ohn einigen Müßiggang zugebracht, indem er mehr als20 Volumina (ein Werk in Wahrheit auf viel Tausend zu schützen) überden Anfang und Oonkiuuakiou der ersten Indianischen Schifffahrten undwas denen Maliognou zu Wasser und Landes mchrers anklebet, auchwas ihmc selbst in währender Zeit von Glück und Unglück widerfahren,eigenhändig geschrieben hat." Und wir müssen hinzufügen, daß daswenige, was hiervon bisher bekannt geworden ist, sowie die erhaltenenBriefe eine selten scharfe Beobachtungsgabe und eine vorzügliche praktischeBildung erkennen lassen. 2'

2" Heyck, a. a. O-, S. 135, schreibt hierüber:(Lin merkwürdiger Schritt:

Der Statthalter bereitet einem gegen des eigenen Landes Machtquelle gerichteten Vor-haben den Weg; nur die Erklärung ist möglich, daß Friedrich Heinrich zu dieser Zeitans jeden Fall eine Bedrohung seiner aristokratischen Gegner, selbst vom Auslande her,für das Dienlichste gehalten hat." M. E. wird gerade daran der seinem Ende sichnahe fühlende Statthalter er hatte im September 1646 einen schweren Schlaganfallerlitten, Urk. u. Aktenst., Bd. 4, S. 457 zuletzt gedacht haben. Näher liegt dieAnnahme, daß er von liberaleren Handelsanschauungen beseelt, als die Generalstaaten,seinem Schwiegersöhne mit dieser Empfehlung ein aussichtsvolles Vermächtnis; zu hinter-lasscn gedachte, das für die Verluste des Krieges raschen Ersatz schaffen sollte; ich be-ziehe mich hierfür auf das Schreiben des Prinzen an den Kurfürsten vom 28. Januar1647, ebenda S- 523, welches mit den Worten schließtxonr 1a xrooxorits änquslje u'obmetüraz- ck'omplozor tont es gui pourra ckopsnckrs äs mon pouvoir." Desgleichensteht zu vermuthen, daß der Prinz in einer Seemacht des Kurfürsten eine Schwächungder den Niederländern vielfach unbequemen schwedischen Beherrschung der Lstsee erblickte»und somit patriotischer handelte, als Heyck ihm unterlegt.

2* Ein zuverlässiges Urtheil über Gijsels, der jedenfalls die Gunst des Kurfürstenin hohem und sicher nicht unverdientem Maße besaß, wird erst möglich sein, wenn jeneSchriften wiederaufgefnnden sind. M- E. ist es nicht ausgeschlossen, daß dieser Schatz