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1. Kapitel.
Mit Gijsels wurde mm der Kurfürst in den ersten Tagen desJahres 1647, die zugleich die letzten seines oben erwähnten HaagerAufenthalts waren, bekannt. Durch den Kammerjunker Gerhard Severinde Cuyla lies; er ihn aus Delft nach dem Haag entbieten. Gijselskonferierte zunächst mit dem Oberkammerherrn Conrad von Burgsdvrfund gelangte hierauf zur persönlicheil Audienz. In dieser trug er demKurfürsten „alle seine Concepten und Vorschläge" vor?^ Unter den-
für eine niederländische Kolonialgeschichte Ost-Indiens, ja, nach der Gijsels'schen Artzu schreiben, für eine historische Methode der Ethnographie noch einmal gehoben wird.Vielleicht können die nachfolgenden Angaben etwas dazu beitragen. Markgraf Hermannfahrt nämlich in seinem Berichte also fort: „Daß ich danncnhero gar wohl versichernkann, es werden die so viel Jahre im Flor gestandene Holländische Compagnie (welchedannoch zn Erlangung aller nöthigen Information an Fleiß und Geld nichts habenermanglen lassen) bei allen ihren Xrodiris keine bessere und mehrere Dokumenten auf-zuzeigen haben. Dahero es der neuen Compagnie (s. Z 2) zum ersten an Instructionund Direction vermittels dieses 8ndjsoki gar nicht ermanglen kann, zumalen er sichdahin erklärt, denen neuen Contoeäsrirton nach seinem Tod alle habende schriftlicheDokumenten getreulich zu hinterlassen." Diese Dokumente sind nun zwar nicht in denBesitz der neuen Konföderierten, wohl aber in den des Großen Kurfürsten gekommen.Der letztere hatte nämlich die von der Hinterbliebenen Tochter Gijsels' WilhelmineClara, verw. von Merretig nachgesnchte Erneuerung eines mit ihrem Vater geschlossenenPachtvertrages auf 2 Jahre nur unter der Bedingung genehmigen wollen, daß sie dievon jenem hinterlassenen „Chinesischen (atio loeo: ostindischen) Schriften und Sachen"ausantwortete. (Reskript an die Amtskammer zu Cöln, ä. ä. Cöln, 29. Januar 1677.L. 21. 84".) Erst nachdem sie berichtet, daß jene bei dem Konsistorialrath und PropstMüller zn Cöln stehen und bei dessen Wiederkunft abgeliefert werden sollen, wird derAuftrag zum Vertragsabschluß ertheilt (Reskript an die Amtskammer zu Cöln, ä. ä.Cöln, 28. Mai 1677, ebenda). Der erwähnte Propst ist nun derjenige, welcher aufAnregung und Kosten des Großen Kurfürsten chinesische Studien trieb und dessenHinterlassenschaft an Büchern und Schriften nach Stettin gekommen ist. Das Anm. 4a. E. citirte Histor. Portefeuille sagt hierüber S. 6: „Weil er (Müller) bei demPubliko diejenige Unterstützung nicht fand, welche seine Entwürfe erforderte,p so verbrannteer aus Verdruß vor seinem Tode einen Theil seiner Sammlungen, einen Theil aberschenkte er in die Bibliothek des Gpmnasinms zu Stettin, wo er sein Leben beschloß."In einer Anm. S. 6 heißt es: „Nachrichten von diesem merkwürdigen Manne ('AndreasMüller ans Greifsenhagen, und von den Morgenländischen Manuscripten und Kartenwelche von ihm die Bibliothek der Marienkirche bis jetzt besitzt, findet man in demgelehrten, sechstchalb Bogen in I-'oi. starken Lateinischen Program, welches in diesemJahre der Hr. Consistorialrath David Friedrich Ebert in Stettin hat drucken lassen."
Markgraf Hermanns Bericht. — Dazu gehörte u. a. auch wohl der bei den'Akten (L. XI. 130 (2j) befindliche „Extract einer Relation der Räthe in Indien anihre Principalen die Direktoren der ostind. Compagnie in Niederland, äs a, 1637.Woraus zu ersehen, an was Orten dieselbe in Inclia, kratigniro, was für Plätse siedaselbst besitze, was für Maaren nach Indien gehen oder auch in Indien selbst ver-handelt werden, was die Compagnie an einem jedweden Ort dasselbige Jahr gewonnen