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1. Kapitel.
solcher Stellung neun Jahre der Kompagnie seine Kräfte gewidmet unddie erwartete Anerkennung nicht gefunden, schied er für immer ausihrem Dienste und lebte zurückgezogen auf seinen inzwischen in Hollanderworbenen Gütern. Seine Muße wurde nur noch einmal unterbrochen,als ihn das Vaterland rief; 1041 kommandierte er mit großer Tapfer-keit als Admiral eine niederländische Flotte von 17 Schiffen und3 Jachten, der eine Expedition nach Portugal zur Unterstützung derdamals rebellierenden Portugiesen aufgetragen war."
„Nach vollendeter solcher Expedition und als er wiedernmb nachHanse kommen, — fährt unsere Quelle" fort — hat er die Undankbar-keit vorbesagter Compagnie je länger je tiefer zu Gemüth gezogen unddannenhero alle Mittel und Wege expracticirt, damit er sich an derselbendermalen eins rovanolliron könnte. Allermaßen er sich dann bei PrinzFricderich Henrichen von Oranicn angeben und demselben mit allenUmbstünden roinonstrirt, wie nämlich ein andere und zweite IndianischeCompagnie cinzurichten und aufzubringen wäre, auch wasgestalt er zuErhebung des Werkes eine genügsame Anzahl vornehmer Kauflente ausAmsterdam und anderen uniirten Provinzien <sv in der ersten Compagnieniemals Hütten aceeptirt werden wollen) mit nvthigen Capitalien an derHand und in Bereitschaft hätte. Dieweilen aber die sämmtliche Uogo-tianton der ersten Compagnie gleich anfangs bei Aufrichtung ihrer See-fahrt von denen Herrn nniirten Staaten dahin autorisirt und privilegirt,daß außerhalb ihrer Gesellschaft kein anderer, er sei auch, wer er wolle,aus allen übrigen Provinzien unter keinem Urnstoxt., Weis' und Manier,auch bei Straf der Oonlmoation sich dieser ihrer Indianischen Schifffahrtunterfangen oder einigen Nachthcil und Urrrojnclios znfügen solle odermöge, ja nachdem sogar das von den Herrn Staaten dieser Compagnie
'b Das von Gijsels geführte Journal dieser Reise befindet sich im NiederländischenReichsarchiv im Haag und läßt nach dem Urtheile de Jonge's einen Mann erkennen,äis ssuo vrij ssosäs opvosilinA Senaten ball, die niot van Icvnnis voll bnlton rijnvntr rvas ontbloot, ctis sensu opmerÜWmsn gesst berat, sn äis üoor daigiorbeiü, mindermiosebien üoor belebt uitmuntte. —
An dieser Stelle sei noch bemerkt, daß Gijsels wahrscheinlich ans diese Dienst-leistung in einem Schreiben an den Kurfürsten — <1. cl. Leichen, 30. Juli 1658 —abzielt; er empfiehlt darin den Überbringer, einen Rittmeister de Wahl, mit dem er „vorvielen Jahren in Diensten der Kronen Portugal gewesen." Möglich wäre freilich, daßer auch einmal in portugiesischen Diensten gestanden hat. L XI. 130 (14).
'2 Der Anm. 14 citierte Bericht des Markgrafen Hermann. Mit ihm stimmt-fast wörtlich der von Schmoller in den Märkischen Forschungen, Bd. 20, S- 134 ff.,veröffentlichte Auszug ans dem Kirchenbuch zu Mödlich bei Lenzen, wo Gijsels begrabenliegt, überein.