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Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
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(Johannes Kchneider, Kchüker in Görkih, an seine Mutter K. Kchneider
in Haxn(au).') (Görlitz.) Ohne Jahr?))
Braucht Lcinenzeug. Bittet um Leintücher und Hemden. Sein Vater möge besser für ihn sorgen.
Breslau, Königliche und Universitätsbibliothek. (lock. elmrt. Vratigl. IV. tz. 81,lol. 554 Musterbrief.
Gedruckt: Anzeiger f. Kunde d. Vorzeit. N. F. XIX. 1872. S. 87.
Kintliche undertenikeit mit warer libe steticlichen zcuvor. Allerlibiste muter.Eur muterliche libe gütlichen sal vornemen, das ich großen gebroch an lynengewande, alz nemlich an leylach und Hemden, cyne lange zeit swcrlich habegeleden und noch jemerlichen leide, von destvegen ich meyner nachtrnge zerebcrobit werde. Hirumbe euer mildekeit, die mir steticlichen gutikeit unde mildi-keit Hot irzegit, ich fleißiclichen bitte und vormane, das ir mit deßem kcgen-wertigen czeiger deßes briffis eyn Par leylach und 3 Hemde alsbalde mir Meldetsenden und mcynen vatir zcu nrehr hulffe weidet anhalden und Vormanen, dasich umbe euer muterliche libe ewiglichen begere snnderlichen legen gotc vordynen.
Io. Sneyder von Hayn, schulerzo Garlitz.
(Adr.) Der vorsichtigen und tugentsamen franen B. Sneyderytrne zuHayn, seyner libisten muter unde gebererynne.
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-Agnes SchürstaL an ihren Kruder Lienhart Ke Halm in (Nürnkerg.
Ohne Ort und Jahr (1461?) vor Oktober 16.
Befinden. Kaufangebot deS Fritz Derer. Ihre Bedingung. Bitte, in der Angelegenheit mitDerer zu verhandeln. Grüße.
Nürnberg, Germ. Nat.-Museum. Lienhart Behaim, Briefe an denselben u. s. Gattin.1455—1484. Or.
Gedruckt: Zeitschrift für Kulturgesch. III. S. 214.
Mein sreuntlichen grüß. Lieber prüder Lienhart. Wiß, das wiralle frisch und gesund sein von den genaden gottcß: deßselbcn geleichenhert wir allzeit gern von dir und euch allen sagen. Lieber Prüder, wiß, dasder Friz Derer uns 2 pries geschriben hat als von seiner gcsweien, der Tezlin,wegen und sech gern, daß wir im das Wasser zu kauffen geben. Also Habwir im zugeschriben, wen er uns; die gutter zu Werk?) also bezaln wol, alß
*) Es handelt sich hier nicht um einen Orjginalbrief, sondern um einen Musterbrief, den sichder Schreiber des Codex, Georg Naustat aus Dresden, Succentor in Lüben bei Liegnitz, neben andernabgeschriebcn hat. Auf das schulmäßige weist schon der lateinisch beeinflußte Stil hin. Die Stilübungwar auch wohl zunächst lateinisch geschrieben, wie denn auch a. a. O. noch ein lateinischer (Muster-)Briefmit derselben Unterschrift und der Adresse des Vaters: Johannes Snyder in Hayn abgedruckt ist, der einewortreiche Bitte um Geld enthält. Immerhin mag der Brief, dessen Inhalt ans dem Leben gegriffenist. hier eine Stelle finden. Der Codex ist zum Teil 1462 geschrieben; an einer andern Stelle findetsich das Jahr 1459. Gütige Auskunft der Kgl. und Universitätsbibliothek zu Breslau. -) Wöhrd beiNürnberg.