Geistliche.
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zem puldin ring, meinen gciruwen grüß nnd mein kindliche lrü ze meiner liebenmutter, die mir mit so großer begird nnd minnen geben ist von unserm liebenvoller nnd getrüwen frnnd in pot, Heren Heinrich von Nordlingen. Ich klagdeinem getrüwen, mntterlichen hcrtzen mein groß betrübte, die ich hon gehebetvon der schidung nnd hinvort nnsers getrüwen votterS von uns. Und ich magdir nn wol gelonbcn, >vie we dir gescheh, do er von euch schied, so ich gedenckon den großen mongel, den ich nnd die sinen hont on seiner getrüwen lere nndseinem') weißen rot nnd monung und strofung, heimlich nnd offenlich, und onseinem heiligen, worhoftigen bildH, dos er uns vorgeirogen het, nnd an diemonigfcltigen trön, die er mir armen, unwirdigen Menschen bewiset het. So ichdis nun olles enberen muß, so bederfte ich einer gütlichen krost, in der ich esolles konde mißlich und ordcnlich getrogen und gelideu. Darumb so bit ichdein minendes Hertz, dos du mir gctrü siest ze deinem lieb Jhesu Christo, daser mein wiser und lerer welle sein in olleS das, dorzu er mir von seiner gütinso innerlich gcrnfer het. Bis ein getrüwe mutter und vcrwis mich und diesincu gegen deinen got, wou er Hot gesprochen, wie dos wir üblich") gescheidensint, dos doch sein miuue') und sein trän niemer von uns gescheiden solle sein.Got donck dir trülich deiner minnc"), die du mir bewißct hast mit dinem ge-lrüwcu grüß nnd Pottschaft, und snudcrlich der krepslen °), die du mir hiest mit-toileu nnßcrm lieben votier?) Ich send dir ein torecht kleinod: zwei messerlin,der Heft sind verguldet?) Auch solt du wissen, dos mir dos ein innerlichentrost und sröd gibt, dos unser votier mir von dir Hot gefeit, dos du hetestgesprochen, dos ich dir so innerlich si ingefalleu, das du mein nimer mugestvergaßen, dos mich dos zu dir innerlich binden nnd helfen muß ewiglich. Ichenpfilh dir in gontzen trüwen olles, das mir in got enpfolheu ist, und sunder-lich mein liplichc mutter"), die mir so getrüwe fürderung ist alles geistlicheslebens und mein geistlichen votier'") mit gontzen trüwen enpfolheu Hot, der mirdis geschriben Hot und dich mit ollen trüwen grüßet und dir klaget mir bitter-keit seins hcrtzen, dos er verweiset und beraubet ist seins getrüwen votters undseins lieben fründes, der in so gctrulich Hot geminsuset nnd gemeiner") in ollen
fache» Charakter Taulers gegenüber der Überschwänglichkeit Heinrichs zeigt, vgl. Strauch a. a. O. S. 391 f.Mach dein Satz, daß Bruder H. „fast mcße spricht", und nach der Erwähnung von deL Papstes Erlaubnisswicder öffentlich singen zu dürfenp. ") Das Vcrbuin wird bei dem Eingangsgruß öfter ausgelassen.
gewünscht. ») den Schwester», die ihr wie der Mutter die Kinder folgen (Strauchs. Käslein.^ doch wohl Schreibfehler. °> Heinrich von Nordlingen. °) Vgl. Anm. 2. >°) „Sünc kann nie Schülerbedeuten, viclinehr Beichtkinder"; Strauch a. a. O. S. 382. ») Der Brief wurde geschrieben, als Heinrichv. N. Basel für immer vcrlaffcn hatte, also entweder 1317 6 oder 1348/8. Vgl. Strauch a. a. O. S. 388.Margaretha znm goldnen Ring gehört z» den Baseler Gottessreundcn. Vgl. über sic K. Schmidt,Nikol, v. Basel, S. 71 f. Der vorliegende Brief ist von ihrem geistlichen Vater geschrieben, ihremBeichtvater, Heinrich von Rumcrschein (Numcrsheim bei Ensisheim) von Basel zu St. Peter l„der mirdis geschriben hat"). Vgl. über ihn Strauch a. a. O. S. 371. Or.: Jhcsum. ") Or.: Margaret.
>) Or: seinen. Vorbild. (xjbUch. ") Or.: Mine- 's mine übergeschriebcn. °) Krapfen.Heinrich von Nördlingcn. °) Or.: Ncgullii. °) Katharina, Gattin dcS Nikolaus zum goldnen Ring,i") Heinrich von Rumcrschein, der, wie aus dem Folgenden hcrvorgeht, mit Heinrich von Nordlingeneng befreundet war. ») minnen und meinen (lieben) ist eine häufige Zusammensetzung.
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