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Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
suchen, geistlich und lieblich. Und wissest, das bon irem scheiden beidenthalb einso pinlich sterben ist geschehen, und wer it such dis scheidens den got^), so wercs zemal unlidenlich gesein. Nu wollen si bedenthalb geren genug sein demruf gotz, und das hat dis scheiden lieblich gemacht, wie si doch geistlich cwigklichungescheiden solent sein. Auch het er dir geren me geschriben, do enhat er uitzites. Der srid gotz sei mit dir nu und cwigklich etc.
U.
Akrich III-, -Nöl ;u RaisßeLm"), an Liesekke. Ohne Ort und Jahr (Kais-Heim. Ende 1349 oder Anfang 1350)?)
Hat wegen seiner Abwesenheit ihren Brief bisher nicht beantwortet. Dankt für dessen Inhalt.Auf ihre Erkundigung berichtet er von den großen Opfern, die die Pest rings um das Kloster fordere.In diesem selbst sei bisher nur ein Knecht gestorben. Sendet ihr das hinterlafsene Geld desselben nebstweiteren Beträgen zum Verteilen.
Ebenda. Nr. 37.
Gedruckt: Strauch a. a. O. S. 273 f. (Nr. 61).
Margret Ebnarin. Unser lieber Here Jhesus Christus und sein liebü mutterMaria grußent euch mit in selber und mit iren gnaden. Ich was nu kurtzlicheudahaim nicht, do ir mir euren brief santen: darnmb mocht ich euch bis nunicht geantwürten. Danch demselben brief stunden gar tröstliche und srüntlichewort, der euch unser lieber Jhesus Christus danck mit im selber. Darnachstund an demselben brief, das euch belanget?), das ir lang von mir und voneuwersns guten friundeu hie nicht gehört heteut. Und besunderlichen umb daSgroß sterben 0), das jetzo ist in dem land, las ich euch wissen, das der todallenthalb raichet an uns und an unser claster. Aber es ist noch in dein clasternieman tod Wan ain frnmer knecht, der was mein knecht und raitt mit mir,der hieß Rudolf: des gedenckent durch got. Ich send euch ain Pfund Haller,das habent euch ze euer Person allain, und zwai andrn Pfund, die tailent den,die euch dienent und den ir sein günent. Der drier Pfund ist ains gewesenRudolfes des knechtes, der da tod ist: des haisseut gedencken durch got und meinauch und unsers conventes. Got sei mit euch etc.
v „wäre dies Scheiden nicht um Gottes willen geschehen"; Strauch a. a. O. S. 3W. °> über
Kaisheim siehe S. IS Amu. 1; der Abt Ulrich UI. Niblung (1310—1360) „ist derselbe, der als Prior
mit Adelheid Langmann in Verkehr und Briefwechsel stand"." Vgl. Strauch a. a. O S. sss. 2 ) über
die Datierung siehe ebenda S. SW (in Betracht kommt dabei die Erwähnung der Pest, dcS schwarzen
Todes), p — da an. °) Or.r belangent. °) Vgl. über das große Sterben noch Strauch a. a. O. S. 886und SW ff. Der nächste Brief Ulrichs ca. a. O. S. 274 f. sNr. 62 )) berichtet von der großen Ernte, diedie Pest im Kloster hielt. Dazu vgl. Knebel in seiner Kaisheimcr Chronik Bl. 87 k- „A. d. ISSY dawas auch zu Kaißham ain solich schwer Pestilenz — dann es allenthalb zu ringsum starb —, daz vondein IS. des apprils bis auf den IS. dcS maienS aus dem convent starben 14 miinich, 2 noviczen,6 converssen, den gott gncdig und barmherzig seh" (Strauch a. a. O. S. SSS).