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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
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Geistliche.

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hat zc einer gezicrd seiner ewigen cre nach dem willen seines gotlichen gefallen»,wan er dein sel tvarlich besessen hat, die er im ze einem*) Paradiese erwetthat, ze seiner ewigen rn; — da Wirt si lustlich wert^) nß der wirckenden craftder zarten gotheit und in rechter clarhet derlucht und dein Hertz minecklich ininbrünstiger minen enznndet, die nun gewaltigklich an dir richßet^) mit wirckendcrkraft seiner ingotheit, als cs in der warhait ns; allem deinen leben lücht, nßdeinen Worten in rechter warhait, die ain warn gezügschaft *) sind der erc gutes,und nß deinen wercken in volknmender dcmntigkait: —'^) ain getrüwe Nach-folgerin °) der menschait Jhesu Christi. Nn begcr ich deiner verdruckten demutig-keit, das du derhabcn werdest von dem crisen^) in den hohen flug des adlersmeines lieben Heren sant Johannes uf das minende Hertz meins liebs JhesnChristi, uf dem du warlich rnwest und minenklich getrenckt werdest mit seinergnad und durchgossen werdest mit seiner inern sußigkait, das du da verließestdas nnbekencn der enpfindung^) der genad gotes und das dir da geben werddie enpfindnng des indern lnstes gotes, des ich und alle die enpfunden haut,die es in der genad gotes von dir gesucht haut, und die me dan ich, die die^)genad unser» Heren me derlücht hat den mich. Wan mein Here wol waist,das ich mich je bekant Han ze nnwirdig und ze klein zu dem volkumcn lucht,das mir nß dir gelucht hat. Nn beger ich von der wirckenden kraft, die aln dinggeordnet und gericht hat und dem lucht der snnncn die aigenschaft geben hat,das si leucht über gut und über die besen") — derselb wisse ordner, der dasvolkommen liecht in der warhait in dich gossen hat, das da milteklichen nß dirflußet allen den"), den du dich von minen in gntigkeit gist —: nn muß die warsunne dich selber an ir eren und muß erluchten alle getnnkelten sinnen"), die zeder gnad nnßers Heren nit berait sint, und snnderlich den, die die genad nnßer»Heren widerwertigklich enpfahcnt von dir"), die si sunderlich an dir eren undsürdern sollen. Da beger ich dir zu das starck, gewaltig vermugen gotes wideralle Widerwertigkeit**), die an dir wider das liecht der warhait geschwcht Wirt;das wir") gar unleidlich von dir ist, weren cs nit die minenwerck nnsers liebenHeren, damit er sein allerliebst frinndt gezogen hat. Wan er dir sin gab vol-komenlich geben hat in allem sinen wircken an dir, darin er im sucht sein ewigerc. Ich beger dir, meinem warhaften frinnd in got, den er mir von minenund von barmhertzigkeit geben hat, das du wol inngest, und das die genadnnsers Heren stercklichen an dir wircke, das dein feur nit anders si den süßegenad und dein craft sin inbrünstigst minne"). Nn waist mein Here JhesuChristo wol, der die luter warhait ist, das ich deiner gegenwertigkeit beger undir auch notürftig wer. Nn hast du gesprochen, so du bi mir bist gewesen,das unser Here Jhesus Christus ze seinen jnngern sprach"): „euch ist nütz, das

V Or.: zcm eine. ") Bedeutung? „etwa geziert?" (Strauch). ") regiert. Or.: richtzent. >) Or.:gezwgschafft. ^) Ergänze: den grühe ich. °) Margaretha nämlich. v „Kriechen (in Demut): von deinemdemütigen Wandel". Or.: vnenpfindung. ") Or.: der. ^") Matth. L, 4S. ") Or.: der. ^-) Or.: sine.>') Or.: der. '«> Or.: widertigkcit; „gegen jede Widerwärtigkeit, die an dir geschwächt, zu Nichte wirdgegenüber dein Lichte der Wahrheit" (Strauch a. a. O. S. 402). >°) — mir. ^) x)r.: mine. ") Joh. N-, 7.

Stcinhauscn, Deutsche Prioatbriefe des Mittelalters. II. 2