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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
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Deutsche Pnvatbriefe des Mittelalters.

kamen dingen entpfint ich mir got als vil zornig sein, Wan an dem, das ichnit würdig was, am rüder ze ziehen am schiffe, und hat mich gemacht ze ainemschiffemeister und leiter." Dis sprach er, dv er bischoff ward. Das ir abermm in wißhait nnd minen, in senftmntigkcit st nnd in dcmntigkeit mit aineniunschuldigen leben euer ampt tragent, das frönet mich allermeist, Wan got istgetraue?) Was ir halt vcrsümt: nitst in ußrichtung der wort, die ir doch vormit fnrsichtikeit in enormst hertzen wegen snllcnt, das das bcsserlich bild enersunschuldigen lcbcns ersetzen stille. Darnmb sint irst in euer behutikeit haben alleeuer sinnest und sunderlich euere wort, die sollcnt sein wol bedacht, warhaft,gar sitig, gütig nnd doch ernsthaft, kurz nnd tröstlich. Diß bindent ir in derinrcn andacht eners tcglichen inkers ze gott.

Ich bin auch betrübet nmb sant Thomas Summest, die ich so gar groszlichgern hctte, und ir mir darnmb nichtz nit schribent. Ich wenne, ir mochten numer darzn thon den vor etc.: lantz euch in allen tränen wol enpfolhen sein.Got sei am geleit als eners lebens. Bitten got für uns. Das euch Conrcihtstvon 5 gülden sagst), die gen Obernschoncnvclt st hörent, das gelobent im.

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(Margaretha SLner, Akosterfrau in Medingen, an Meister Heinrich von(Nordkingen in iKasek. Ohne Ort und Jahr (Medingen. 1346)?°)

Preist seine Gottseligkeit und begehrt, daß ihm nach Verdienst göttliche Gnade zn teil werde.Sic selbst sei klein und unwürdig gegen ihn. Seine gottvcrliehcnc Kraft möge alle Widerstände besiege»nnd überall hin göttliches Licht bringen. Wünscht ihm Wohlergehen. Sehnsucht nach seinem Kommen.Ihre Krankheit. Bezüglich der Reliquie der hl. Agnes will sic ganz nach seinem Willen handeln.

Ebenda. Nr. 66.

Gedruckt: Strauch a. a. O. S. 28l f. (Nr. 67).

Den die ewig wißhait mineklich nmbfangen hat und von inerem lust snßegklichgezogen hat in das war liecht seiner halligen gothait, in der er dich verliert

wie Kaisheim von demselben Grascngcschlccht gestiftet war. 1826 waren Elisabeth nnd Anna, Gräfinnenvon Graisbach, Nonnen in Nicdcrschöncnfcld. Vgl. Strauch a. a. O. S. 317 f. innig. *) Vgl. S. 12Anm. 10 . r>) x)r.: Mcsssprcchc. "1 Or.: hilff. V Arzncipulvcr oder auch ei» solches zur Stärkung derGesundheit. Vgl. S. 18 Anm. 1. ") Or.: Scharesten. Diese Nonne auS dem Geschlecht v. Scharnstettcnlvgl. Strauch a. a. O. S. 821 l wird in den Briefen öfter erwähnt. >") Mcsserlein, wohl ..znm Schmucknnd Zierrat", w Or.: her. Günzburg liegt in der Markgrafschaft Burgau. ") Or.: hatt.

Über die Datierung vgl. Strauch a. a. O. S. 100 . Elsbcth Schcpach war nach der f?astenzcit 1343zur Priorin gewählt. Or.: sröw. Die Stelle <8t. Augustinus acl Valerium episeopum,kkpistala XXI a. l) bei Strauch a. a. O. S 401.

i) Or.: sentmutigkeit. °) Or.: gctrwe. „Was ihr auch versäumt, versäumt nichts . . ."ü Or.: Ewer. °) sollt ihr. ") Or.: sine. ') Die Summa des Thomas von Aqnino. Er halte frühergebeten: „das ir euch lassint enpfolhen sein nmb die drüi teil der Sumcn fallt Thomas des Predigers,die zesamcn gehöreilt, als ich euch auch am ncchstcn enpfahl, die mau ze Angspurg vcrkansfcn wil....Ich lvciss nichtz ns erdrich in zcrgenklichcn dingen, daS ich gcrner hctt." lStrauch a. a. O. S. 238; vgl.dazu S. 368 f. u. S. 873 f.) °) Wohl Heinrichs Schüler Konrad. ") Über Oberschüncnfcld vgl. S. 15

Am». I und Strauch a. a. O. S. 401: „DaS Francnklostcr O. CistcrzienscrordcnS im Landgerichte Göggingen,h '2 St. östlich von Dictkirch, an der Schwarzach gelegen, lvurdc vom Kaishcimer Abte beaufsichtigt nndvisitiert." "h Der Brief ist die Antwort ans den bei Strauch unter Nr. 4S abgcdrucktcn, 1348 zudatierenden Brief Heinrichs, in dem er sich, wie öfter, nach der Behandlung der Reliquie der hl. AgncS(vgl. oben S. II Anm. 10) erkundigt.