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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
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Geistliche.

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Pariß komen ist ze Kaishcim'), und bat den flißigklich, das ers meinen frnuenvon Graispach geb^). Das gelvbt er mir, und ich bin sere erschrocken, das erdas nit getan hat. Dem Han ich darumb geschriben. Gvt danck dir aller deinerträne, die du mir und meiner mutter und allen den meinen so gentzlich er-zaigist, und las dir enpfolhen sein mein mutter, also das du si trvstist mitdeinen innerlichen^) briefen. Wer daz, daz der Baier'st vom land stier, somocht es sich fugen mit dem willen gotz, ich geseh dich. Ich bin gar unmüßigfrü mit beten, mit predigen, mit mcsssprechen °), mit Pichthoren, mit stndicrn,das ich den potten in oil tagen nit geruhten mocht. Wan ich wird dickkranck, so hilft o) mir unser lieb Jhesns wider. Allein gctrnwer vatter, derTauler, und ich sendent dir ein büchsen mit Pulver ^) und ain messerlein und dir,meiner getrnwen Schepach^) und Scharensteten ^), zwai messerlach "). Sendcnt mirschier disen boten. Mich jamert nach dir, meins hertzen seid und frcud, undschrib mir oil. Got sei mit dir und mit allen meinen franen: die grüß mirgetrulich. Gib mir Hern") Hans; von Güntzbnrg ") 2 schilling Haller'^). Daslieblich lieb Jhesns, das sei dein und du sein. Amen. Es begert auch unßerlieber datier, der Tauler, und ander gotzfrüind, das du uns in der gemeinetwas scheidest, was dir dein lieb Jhesns gcb, und snnderlichen von dem wessender cristenhait und seiner frnind, die darnnder vil lident. Hiezu tu, was dirgot gebiet etc.

7.

(Mister Heinrich von Nördkingen an SksKech Achepach, (priorin zuMedingen. Ohne Ort und Jahr (Basel. 1345).")

Stimmt ihrer demütigen Auffassung ihres Amtes zu: eine solche habe auch der hl. Augustinusgehabt. Zuspruch und Anleitung. Wartet sehnsüchtig auf Nachricht bezüglich der Summa des hl. Thomasvon Aquino. Beglaubigung der Botschaft seines Schülers.

Ebenda. Nr. 10.

Gedruckt: Strauch a. a. O. S- 279 f. (Nr. 6b).

Frau der priorin. Euere wort, in den ir so dienmutigklich euer gebrcstcnbekennent und verjehent, der bin ich fron"), und euer unwirdigung in demampte, der bin ich auch fron"), also das ir mit sant Augustin sprechent"): „In

Z» der Lektüre sollen sie sich erst gehört,., durch Gebete vorbcrcite», „und darnach vahcnt an ze lesendsitiichen »nd nit ze vil und wolchin wort ir nit rerstandint, die zctchcnd und schribentz mir, so bctützschichI euch, wan cs ward unZ gar in frcnidem tützsch gelichcn, das wir wol zwai jar flitz und arbcithctint, ec wirs ain wenig in unser tützsch brachtint". Er will das Buch auch nach EngcNhal leihen. Eshandelt sich um Mechthilds von Magdeburg niederdeutsche Offenbarungen. Vgl. seiner Strauch a. a. O.S. 228 f.: „Ein Puch Han ich gesaut dem Prior ze Kaishcim, das ist das buch, das man nein OroloxiumSapientlae ze latin, und das ist Nutzers lieben vattcrs TanlerS, der noch nit kommen ist von Cölen;daS haiss dir lihen, so crS erst abgcschribt — das Han ich im geschriben —, und schribcnt cs den ab demconvcnt, das eS allzeit bei euch belib, ... Das buch von dem sützen „amen und von der richen mincnJhcsn, das letzend gercn und mit andacht, als ir mir vor geschriben haut und das ich euch nnn send,so euch das werd."

,) Cisterzienserabtci Kaishcim, 1 Stunde nördlich von Tonauwörth, nicht weit von Medingen.Ihr waren die Fraucnklöstcr Ober- und Niederschönenfcld leben genannt, nahe an der Mündung dcSLech in die Dona») und Zimmern untergeordnet. Strauch a. a. O. S, XXXIX f. ") Graf Bcrchthold I.von Lcchsgemünd »nd Grcifsbach (GraiSbach) war nebst seiner Gemahlin Stifter von Nicdcrschöncnfcld,