Geistliche.
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allcrliebstz geschwistergit, kum ir ze hilf und geiver sic schier, der du gebeir hast
gebet und begird uß dem brnnen') des lebcns. Heiliger gcist, schuiße sie schnei
mit dem 2) liecht, in dem si clnrlich gelnchtit hat in dem vctterlichen hertzen,durchstich sie senftigklich mit dem sper deiner mynen, Wunde sic bald nüt demdnrchflamenden glensternb) deiner hailsamcr sträl, das sie senft sere sie und serehail siech, das nichtz mer Nnderzcms deinem gencmen airtlütz in ir fnndcn werd.Eia! hailigc und rains Plut Jhesu Christi, mach sie dir rain und schrib dich insiech, das sie sich in dir und dich in ir finde. Maria, hilf uns ditz erwerben!
alle cngcl, crzaigent uns euer hilf! alle Hailigen in himel und in erdtrich, bitten
für uns! Amen.
Lieb meins, do ich dir schriben Ivolt, do must ich also für dich bitten: desbezwang mich die gnad gvtz in meinem hertzen. Also lieblichen kom mir fürdas jarzeit, als dich got mir gab?) Dem getrau ich und unfern frnnden, allenHailigen, das er mir und aller der cristenhait snndcr gut bei dir und uß dirschenckcn welle. Amen ete. Der frid Jhesu Christi, der sie mit dir.
Ich send dir deinen brief bereuten ch, doch so getrnwe ich got, das er sichin richem leben in aller vollin in deinem hertzen ch offenbaren sül schier, das dudißer bild vor dench lebenden bilden uit gewareu nmgist etc. Das kentlein^)
^) Or: brunnc (brune). -) Or.: dem dem. Glanz- ^) „Daß sie auf sauste Weise verwundetund durch die Verwundung (oder als Verwundete) gerettet, selig sei" Strauch a. a. O. S. 325. Vgl.dazu Strauch, ebenda. °) „H. v. N. gedenkt der ersten Begegnung mit Margarethen." Ebenda. ^) Erhatte in einem früheren Brief gesagt, daß er ihren Brief (vgl. dazu Strauch a. a. Q. S. 336: durchgesehenund vielleicht mit Zusätzen versehen) senden oder bringen wolle, b) Im Or. folgt: sich, o) Or.: dem.
kleine Kanne. Solche Geschenke für Margaretha oder andere Schwestern begleiten manchen BriefHeinrichs von Nördlingcn. Für die äußere Kulturgeschichte ist die Art dieser Geschenke interessant. Sieseien daher hier chronologisch nach den Briefen zusammengestellt, ähnlich wie das Strauch getan hat. Heinrichsendet „ain tocklin" (Tüchlcin) zum Auffangcn ihrer köstlichen Thränen, „ain mnskatplut und zimin" (Zimmt)als Arzneimittel, eine „kante (Kanne), der ist 4 Pfund und kumt umb 5 halben schilling", ein Glas,„zwai heffelach (Häschen) mit senif (Senf)", ..ain secklin mit guten wirtzcn" für alle Speisen Margarethas;er läßt ein Tuch für sie Herstellen („ist geschoren und ingangen, ich wis nit, wieviel; sein warent stbeneilen, do ich cs kaust"); er sendet „baid mein brief wol gemalct", „ein binden" (Aderlaßbinde) für allegemeinsam „und a>n mnschkat". „Ich send dir das lieb teglachen (Bettdecke) und das bauch mitt dein gebett- beides wie das erwähnte Glas und ein Schleier wurde anscheinend nur zurückgesandt —, damit ich wasda noch uit gewesen bei dem malcr." Er läßt also ihr Gebetbuch mit Miniaturen versehen. Auch unterden eben erwähnten gemalten Briefen sind (mit Strauch a. a O- S. 334 f.) „Gebete, geistliche Traktateund Betrachtungen zu verstehen, die gleichzeitig künstlerisch mit Miniaturen und kleinen Gemälden aus-geschmückt waren". (Vgl. auch unten Brief dir. 5.) Dies taten die s. g. Briefmaler. Er sendet weiter „eintischlach", „ain keuchlin" (ein Küchlein), für ihren Altar „zwei gar zartü bild von allabastcr, die ich vonAvion (Avignon) braht: Maria mit ircm kind und Katharina mit irem rad, die muß man schon halten",„ain silberin löffel, damit soltu offen", „zwai mefferlach", „driu mefferlach" — die Messerlcin (vgl.auch Nr. 6) „dienten wohl zum Schmuck und Zierrat" (Strauch a. a. O. I-XIV) —, „einen guldin" (zumVerteilen an die Schwestern). Er verspricht eine «tafel, darein du hailigtum legen will" (also einenReliquicnkasten). wie er überhaupt Margarethen gern Reliquien schenkte und ein großer Freund vonReliquien war. So schreibt er einmal (Strauch a. a. O. S. 248, Brref 44, 34ff): „Ich send dir zebehalten bei dir meins hertzen kleinct: das ist drü Haupt, der sink zwai der junckfranen, das dritte istvon saut Gcrionß geselschaft, als man mir seit (die Jungfrauen und St. Gereon weisen auf Cvln,Strauch a. a O. S. 376). Bit si und dein lieb, das du der warhcit bewißt werdest, das wir nit betrogenwerdent. Ich send dir auch ain ledlein mit zehen stucken geschribcns hailgtums (Reliquien, deren Her-kunft beglaubigt ist, Strauch a. a. O. S. 376) und das ander, die zen und die bainlein, feint derjunckfranen. Nun Litt ich dich flißiglich, das du suuderlich sant Angneßen hailigtum erlich inmachest(Prächtig einbalsamieren läßt), wann es mir in großer minne geben ward ze Burtschain (Burtscheid)in ainem grauen kloster, lit bei Auch (Aachen), und ich globt (gelobte) in auch, ich wolt cs einmachenund erlich verwirckhcn (fassen lassen)." (Über Burtscheid und Reliquien der hl. Agnes in Aachen vgl.