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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
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Deutsche Privalbriefe des Mittelalters.

vetterlichen cmtlütz verborgen hat so gar überflüssiglich, das si das übel allerschuld niinermer findeit kan, der enbuit ir armer und werlich uittvirdiger frinnddes mimklichen') grüß ußfließend sußigkeit, die die ewig minne des heiligengeistz dem vetterlichen hcrtzen durch das ewig wort gezogen hat und bei demußerwelten allen chvren der cngel, dem zarten boten Gabriel, in das rainvaS und die allerliebsten und gelntersten sel Marieit gesant hat, ns der fnrbaßdie snßen segen und die hailsamen gritß alle engel und hailigcn cnpfangen haut.Mcins hertzen userweltn frend und meiner sel heiliger trost und alles nceinslebens mit gantzem") gediitgen sicher Zuflucht, ich beger, das dich dein lieb mitseinen jüngern füre uf dench bcrg aller volkumeuheit und da in deiner sel sitzemit nberwessenlichem frid, mit gotruwiger^) stille und mit aller seiner reichengnad sitze und da nftu°) seinen warhaften mnnd und in dein Hertz sprech denminigklichen hal seins ewigen wortz nach der allerlntersten warhait und nach derinnersten süesten bernrde, als er je dehainen seinen erwelten beriirt hat, alsodas dir da sehest dein liebstz lieb Jhcsnm in aller seiner chnnigklicher ere, davondein Hertz zerslücs, nnd^) sich in dein Hertz schieß, das du davon wider inin gangist, und das du da bekennist, als du bekant bist, und du da minist, alsdu gemint bist, das du da enphahist durch die geederch Jhesu Christi des aller-besten gntz, das demb) mark der snßen minne gotz in keinen minbrinendengcist ie gestoßen ist, das du da trinckest und versinchest in der wagguße dervetterlichen barmhcrtzigkeit, das du da in dem spiegel des lnttcrn göttlichenweßens ansehest, wie deiner sel schons nntlütz in dem antlutz gotz so lieblichenlucht, so frolichen spilt, so lustlichen schimpft in reicher glori des fürsten. Eia!fran gar hoche und aller erwirdigü, wie Wirt euer mnnd so nahen gefügt zudem mnnd gotz! Owe!"') gotlicher küsse, owe! Gotliche ainiung mit allermenschlicher natur, mach dir ains mit dir dcins lieben, Plagen") kindes sel undHertz, Margrethen! Erheb sie ir in dich, das si werlich verstand die minne,die sie gesengt, ernert, gelert, umbfangen, enzundet und zu dir, barmhertzigemvatter und got"-), gantzes trostes so gar inbrustigklichen erhebt und einigt hat.Vatter, dein vetterliche trän kom ir ze hilf, wan si anderswa hilf nit suchetdan bei dir und von dem, das dein ist und dir ist. Jhesu Christa, unser

ebenfalls visionären Christiua Ebner in Engclthal, mit der er schon früher Beziehungen gehabt hatte,und damit hören die Nachrichten über ihn auf. über die Datierung des Briefes vgl. Strauch

a. a. O. S. 320. Es läßt sich annehmcn, daß dieser Brief (wie andere)die Zeit vor Heinrichs vonNördlingen Fortgang aus der Heimat zur Voraussetzung hat", also vor Ende 1336 liegt. Andererseits lassensichvor dem 29. Oktober 1332 keine Beziehungen zwischen Marg. Ebner und Heinr. v. N. Nachweisen".

4) Überschrift rot: Das ist aber aiu schöner brhff der seligen 6. Margaretha (E)bcnerin unser lieben Mutter etc.

5) Die Abschreiber!« der Briefe war Schwester Margaretha Bitterlein (1598).Die ursprünglichen SpraÄ-sormen des vierzehnten Jahrhunderts sind oft in die des sechzehnten Jahrhunderts umgesetzt. Nichtselten ist die Vorlage mißverstanden." . . . Die Überlieferung istwenig zuverlässig" (Strauch a. a. O.S- I^XXVII). Strauch hat mit Recht der Überlieferung gegenüber einen konservativen Standpunkteingenommen.

*) Or.: meniklichen. -) Or.: mine. Or.: gantzen. Or.: dem. Ähnlich braucht er got-redender mund, gotlustig, gotluchtend. -) auftue. Mit Strauch wäre zu ergänzen: ich beger, daz dein

lieb... b) Geäder. ^ Or.: den. Or.: owe owe. ")Pluge mhd. blüc, ein Lieblingdwortin den Briefen", Strauch a. a. O. S. 325; zaghaft. * *'-) Or: gotz.