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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
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Geistliche.

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antwurt er und spricht: Lug an die großen zal der heiligen, sich an daz schonlcbcnt gemenre der hünelischen Jerusalem, wie die durchleuchtend steyne der statvorhin beschnitten und gewürket sind mit leidene, die nun so schon glorisicierentmit clarcm liechten. Wie geschach der lieben sant Elsbcten? Paulus waz dieser1 iverlt ein hinwerff*); Job, Thobias giengcnd daz selb Pfad; der selig Athanasius

leid, als ob alle dise Welt seinen tot het geschworen. Lug, wie alle heiligencintweder herczeblut oder aber lcibess-s und hcrczeblnt haut dcrgoßen. Dis; sollein leidender mcnsch airsehcn und sich freuen, daz in got mit leiden seinen aller-liebsten freunden gleich wil machen. Darnmb so laß töten und martern, darbenund dorren, sider uns; leiden zu als großem gut mag bringen. Ob aber einmensch ze allen zeiten nit gleich ergcbenlich hierinne stat, darnmb hat er gotdoch2) nit berlorn. Morgen nnd abend ist ein ganczer tag. Echtes ein menschnit widerspenklich wider got wil. So einem leidendestes Menschen sein antlnczbleichete, sein mund dorrete und sein natürliche lebekeit darbetc, so sch sers uffnnd sprech: siont xsllis Lalomonw oto., daz ist der ausser mensch des knnges,der da an dem creucz erdarbet, daz er einem Menschen ungleich waz. Der tretherfür, der sich im an jemcrlicher berivorfenheit mng gleichen. Er sprach: ogosum vsrmis, ich bin ein wurm. O we du leuchtender Wurm ob der sunnenglancz! Der dich ansicht, der sol nit klagen, er sol sich nnder iegliches leiden,daz im znvellet, mit frölichem mute neigen. Mein lind, du gedcnckest billeicht,lvann dich got als bast hat augriffen, daz deine leiden die allergröste seind.Daz soll du nit gedencken. Jeder mensch leit im selber allernechst; nnd hierinnebind ich mich selb auch, daz underweilent in mir gedenck uffstand, die meineleiden gar größlich wegent; aber, daz sol man got bevelhen. Hievon sölte ichdir nit Han geschritten, denn daz mich die gütlich mynn darzu tivinget, daz ichmein achsel beut nnder dein bürde, daz sh dir dester leichter werde. So armdürftigen zusammcnt kumend, so machsends sie etwenn in selber ein kürczwcil,daz sie irs Hungers vergeßent. Ich wolt dir Han gesendet daz fnßtuclstst, dazich dem Hund nam'st nnd nnr ez zu einem bildcr") Han behalten: so ist es mirals lieb, daz ich cz von mir nit mag lau. Nun Hab guten mut und leidgednlticlich, lvann darnach volget ewige frende in dem schon himclreich, guoänobis eonLsäat tilg gut pas8N8 est nobi8.

n Auswurf, Abscheu. "i Hs.: dach, v wenn uur. ') Fnssteppich; oder ein Tuch zum Abwischen derFüsze und Schuhe. Bei Dicpenbrock, Heinrich Susos Leben und Schriften, S. 42, ist im Text des.22. Kapitels von:DaS Leben Heinrich Susos, von ihm selbst erzählt", folgende Geschichte, auf die in demBrief Bezug genommen ist, zu lesen:Da sah er einen Hund, der lief mitten in dem Kreuzgang und trugein verschlissen Fusstuch im Mund umher nnd hatte wunderliche Geberdc mit dem Fusstuch; er warf cs) auf, er warf cs nieder nnd zerrte Löcher darein. Da sah er auf und ersenfztc inniglich, nnd ward in

ihm gesprochen: Recht also wird s!s du in deiner Brüder Mund. Er gedachte in sich selbst: Seit cs andersnicht scqn mag, so gib dich darein und sieh, eben wie sich das Fnhtuch schweigend lässt misshandeln, dasihn du auch. Er ging hinab und behielt das Fuhtuch viele Jahre als sein liebes Kleinod, und so er wollteauSbrechen mir Ungeduld, so nahm er cs hervor, dass er sich selber darin erkannte und gen ailcrmäniglichstill schwiege." ") Vorbild.