Vorbemerkungen.
XIX
Zur vollständigen Übersicht über das für die Abteilung „Geistliche" inBetracht kommende Material sei noch folgendes bemerkt.
Aus dem I. Bande unserer Sammlung würde in diese Abteilung eine Reihe bereitsdort aus bestimmten Gründen (vgl. Bd. I, S. X) abgedruckter Briefe gehören, von denenhier nur kurze Regesten als Hinweis gegeben seien. Von den Briefen der Bischöfe istdabei abgesehen.
Nr. I. Schwester Gibel Sankt-Klaren-Ordens in Nürnberg drückt einem Mark-grafen (Friedrich dem Ernsthaften?) von Meißen ihr sehnsüchtiges Verlangen nach Nach-richten und ihre Liebe aus und erkundigt sich nach seiner Familie und etwaigen kriege-rischen Unternehmungen. Nürnberg, um 1340.
Nr. 10 und 11. Äbtissin Jsabella von Geldern zu Gravendaal klagt ihrer Schwester,Herzogin Mechthild von Geldern, Gräfin von Blois, über den Herrn von Gennep,der seine Verpflichtungen nicht erfülle. Der zweite Brief berichtet über ihr Befinden.Gravendaal, 1372—73.
Nr. 17 und 18. Rommond, Kaplan im Lande von Mecheln, legt derselben FürstinRechnung über seine Einkäufe und Ausgaben für sie ab. Berlaer, frühestens 1375.
Nr. 46. Bruder Tibrant, Kurat in Winsen, Kaplan des Herzogs Adolf von Jülichund Berg. Mönch von dem Orden Sankt Bernhards, erinnert diesen an seine Mitteilung,daß der Überbringer eines früheren (sowie des jetzigen) Briefes vielleicht des Herzogs Sohnsei, und berichtet Näheres über diesen. Ohne Ort, 1434, Juni 23.
Nr. 113. Kaplan Nikolaus Reyner, Dechant zum alten Sankt Peter zu Straßburg,bittet Gräfin Margarethe von Württemberg dringend um Wiedererstattung von 13 Gulden,die er für sie ausgclegt habe. Straßburg, 1468, März 14.
Nr. 220. Margarethe Dynin, Klosterfrau, bezeigt der Gräfin Margarethe vonWürttemberg ihre Anhänglichkeit und sendet Neujahrsgeschenke für deren Tochter. OhneOrt, spätestens 1475.
Nr. 221. Ursula von Zülhart (Zülnhard), Klosterfrau — eine Elisabeth von Zilln-hart wird in dem vorliegenden II. Bande, S. 44, A»m. 1, als Klosterfrau in Söflingenerwähnt —, bezeigt derselben Fürstin Teilnahme an ihrer Krankheit und sendet einNeujahrsgeschenk (ein „bürg"), bittet auch um Nachricht über ihr Befinden.
Nr. 233. Herzogin Elisabeth von Mecklenburg, Äbtissin zu Ribnitz, bittet ihrenVater, Herzog Heinrich von Mecklenburg, wiederholt um zwei Gulden, da sie großeKosten für Abschreiber: und Binden von zwei Büchern gehabt habe, bittet auch um zweiTonnen Bützowcr Bier, da sie kein trinkbares Bier hätten, ferner um Nachricht und umseinen oder ihrer Brüder Besuch. Ribnitz, spätestens 1476, September.
Nr. 373. Dieselbe dankt ihrer Schwägerin, Herzogin Katharina von Mecklenburg,für ein Faß Wittstocker Bier, tröstet sie wegen des Todes ihrer Schwester, dankt fürihre Liebe und Freundschaft, bittet um Würste und Rippespeer, erkundigt sich nach HerzogMagnus und dankt Katharinas Gemahl, Herzog Albrecht, für seine Liebe. Ribnitz,spätestens 1482, November 19.
Nr. 302. Ungenannte Gräfin von Württemberg, vielleicht Katharina, Äbtissinzu Laufen, beklagt sich ihrer Mutter, Gräfin Margarethe von Württemberg, gegenüber,daß jene, trotzdem sie nahe war, sie nicht besucht, sich auch au andere Klosterfrauen stattan sie mit einer Botschaft gewandt habe. Ohne Ort, vor 1479.
Nr. 359. Herzogin Anna von Mecklenburg, Klosterfrau in Ribnitz, schildert denHerzogen Magnus und Balthasar von Mecklenburg die Not des Klosters und bittet umTuch und Geld. Ribnitz, 1482, März 15.
Nr. 361. Subpriorin und Konvent des Agnesklosters in Liebenau zeigen demGrafen Philipp von Hanau den Tod der Priorin au und bitten um Bewahrung seinerGunst; seiner Tochter Margarethe gehe cs gut. Liebenau, 1482, Mai 27.
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