nen gerührt, tilgte ihre Namen aus der Ordens-liste, nahm ihnen Kreuz und Mantel ab, und er-kannte ihnen, wenn sie es je wieder wagen sollten,nach Malta zurückzukehren, ewiges Gcfängniß zu.Er schickte alsbald den Ritter Caprona als Abge-sandten zu dem Statthalter von Sicilien, die Flücht-linge als Rebellen zurückzufodern. Sein Wunschwurde nicht erreicht; denn der Statthalter ließ dieseUnwürdigen in ihr Vaterland zurückkehren.
Noch schien das Maß seiner Leiden nicht vollzu sein. Ein neuer Kummer beugte sein grauesHaupt. Der Papst, der kurz zuvor La Valetteden Eardinalshut angeboren und seinen Schutz undSchirm zur Aufrechthaltung der bestehenden Sta-tuten dem gesammten Orden verheißen hatte, be-setzte nun eigenmächtig die Stelle eines Ordens-priors in Rom, und verbot sogar, als sich der Groß-meister über diesen Eingriff in statutarische Rechtebeschwerte, dem Abgesandten von Malta den Auf-enthalt in Rom. Vergebens machte der Großmei-ster dem Papste wichtige Vorstellungen, vergebensmengte er die triftigsten Gründe mit den gerechte-sten Vorwürfen in seinen Briefen, um den Papstmit der lauten Stimme der Wahrheit von Ein-griffen in die Rechte des Ordens abzuhalten. LaValette fand kein Gehör; päpstliche Neffen genos-sen das römische Priorat, so oft es durch den Todeines Cardinals erledigt wurde, und Pius V. be-freite jene Usurpatoren selbst von den gewöhnlichenGebühren, die dem allgemeinen Ordensschatze vonjeder Präbende anheimfielen.
Diese Kränkungen umdüsterten die Seele desalten Helden mit einer finstern Melancholie, wel-cher zu entfliehen er sich mit Leidenschaft den Freu-