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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
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Händen, auf der Kehrseite mit La Valette's Wap-pen und der Inschrift:Nou aes, secküäeg!" ge-ziert waren. Wie sehr wurde aber der edle Mei-ster durch das Gegenthcil dieses Wahlspruches ge-täuscht! So glorreich auch der Zcnith seines viel-bewegten Lebens war, in dem er als eine Sonnean dem politischen Himmel glänzte, so trüb undgewitterschwer war sein Abendroth. Die letzten Au-genblicke dieses Helden waren, wie einst bei Villiersde l'Jsle-Adam, durch innere Zwiste unter denOrdensbrüdern selbst mit düsterem Kummer um-wölkt.

Einige junge spanische Ritter glaubten sich imAusbruche ihrer Freude über den erfochtenen Siegzu dem ausgelassensten Lebenswandel berechtigt, undschmälerten bald durch Trunk, bald durch Unzuchtund allerlei Spottgedichte die Ehre der wackerstenOrdensbrüder und der angesehensten Frauen vonMalta. La Valette, ein milder Vater, aber stren-ger Richter, vernahm kaum die Kunde dieser Aus-schweifungen, als er, obwol mit blutendem Her-zen, den Ordensrath versammelte, um die Über-treter des Gebots und hauptsächlich die Verfasserjener Lieder zur Strafe zu ziehen.

Wie man noch versammelt und mit Abfassungdes Urtheils beschäftigt war, stürmten die Aufrüh-rer in den Kapitelsaak, rissen im Angesicht des Groß-meisters dem Kanzler die Feder aus der Hand, war-fen das Tintenfaß zum Fenster hinaus und zogensich unter Spottreden und Schmähungen aller Artzurück. Durch ihre Mitverschworncn unterstützt, be-gaben sie sich eiligst auf schon zum Absegeln bereitstehende Barken und steuerten nach Sicilien. LaValette, durch eine solche Meuterei bis zu Thrä-