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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
86
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Saladin's zu erwarten. Er unterstützte diesen Rathmit starken Gründen.

Der Großmeister der Templer aber, dessen stür-mischer Sinn durch das Unglück am Flusse Kischonnoch nicht gemildert war, ließ nicht ab vom Wi-derspruche, sagte laut, „der Graf stecke noch imWolfsfelle"*), und ging noch nach geschlossenemKriegsrathe um Mitternacht zum Könige, bestürmteihn mit Vorwürfen, daß er dem Verrathe Gehörgegeben, und foderte mit ungestümem Ernste, ihnund seine Brüder zum Kampfe gegen die Heidenzu führen, weil die Templer lieber ihre weißen,durch keine feige That befleckten Mantel ablegenwollten, als an den Ungläubigen die Schmach nichtrachen, welche ihnen und der gestimmten Christen-heit am Bache Kischon widerfahren.

Der König Veit, ein Mann von schwankendemCharakter und ohne festen Willen, gab dieses Malum so leichter nach, als er allein durch des Tcm-pelmeisters Bereitwilligkeit zur Herausgabe des eng-lischen Schatzes in den Stand gesetzt worden, einso zahlreiches Heer auf die Beine zu stellen.

Unverzüglich wurde zum Aufbruch geblasen. Bei-de Heere stießen in der Gegend von Hittin zwi-schen Sephocia und Liberias an einander. Ein hart-näckiges Treffen begann, welches drei Tage hindurchgleich blutig und fast ununterbrochen fortdauerte.Lusignan hatte sich auf Anrathen Raymund's zwi-schen lauter Felsen, auf der dürren Höhe eines un-wegsamen Berges gelagert, als in einer Gegend,

*) „lempl! maxister, esus (6omitis Ua^inund!) vra-tionell, interrumpeiis: <ls p!lo, inguit, lupino ail-Inic supersuiit relchuiae." llluxo Ulaxoii II. e. Z. —Uaeuffli. Lvxxeslml. tliroii. terrae sanctas z>. 554.