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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
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ten, sammelte sich im Lager bei Sephoria. Außerden Truppen des Königs und den von den Hülfs-gcldcrn, welche Heinrich H. von England zum Sühn-opfer für die Manen des ermordeten Erzbischofs vonCanterbury (Thomas Becket) nach Palästina ge-sendet hatte, geworbenen Rittern und Knechten ka-men die Templer und Johanniter mit vielem Volkeaus allen ihren Burgen herbei. Zu diesen gesell-ten sich die Fürsten Naynald von Montroyal undKeath, Walther von Eäsarca, und der ungestümeRaynald von Chatillon, Fürst von Sidon, Belianvon Neapolis u. A. Graf Raymund kam mit sei-ner ganzen Macht aus der Gegend von Tripolisund Gallilaa. Von allen Großen des Reichs bliebeinzig und allein der unwürdige Patriarch Hera-klius aus Furcht vor einem zu frühen Märtyrertodeweg, und sandte an seiner Statt die Bischöfe vonPtolcmais und Lidda als Träger des h. Kreuzes.Lusignan selbst befehligte die muthbegeisterte Chri-stcnschaar.

Die Wichtigkeit der bevorstehenden Entscheidungs-schlacht nicht verkennend, berief der König die sämmt-lichcn Führer und Barone zum Kriegsrath. Alleinin dieser Rathsversammlung schien der Argwohn denVorsitz zu führen, und Halsstarrigkeit, Ichsucht undMeinungliebe zu Mathe zu sitzen. GegenseitigesMißtrauen erzeugte entgegengesetzte Stimmen. Ray-mund von Tripolis unter Andern, welcher cs oft-mals erfahren hatte, daß Saladin nur dann über-windbar sei, wenn ihm die Gelegenheit zum Kampfeso lange als möglich entzogen würde, rieth, wieeinst schon an der Quelle Tabania, zu strenger Ver-theidigung, vor Allem aber zur Vermeidung einerSchlacht, und beschwor den König, den Angriff