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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
82
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Gläubigen befand, und im Gedränge zu GunstenSaladin's kämpfte, habe den Großmeister des Ho-spitals im Rücken angegriffen und dessen Pferd ge-lobtet. Dieses, mit seiner Last den geharnischtenHelden begrabend, habe nebst dem Gewichte seinerWaffen verhindert, sich wieder emporzuschwingen,und so den edlen Körper der Wuth der rohen Krie-ger preisgegcben.

Guarin von Soria sah den Fall seines gelieb-ten Meisters. Entschlossen, seinen Tod zu rächen,metzelte er die Lieblinge Saladin's vor seinen Augennieder, röthete die Erde mit dem Blute der Un-gläubigen und verbreitete Furcht und Schrecken un-ter den Feinden. Erschöpfung auf beiden Seitenendigte die Schlacht*). Der Sieg blieb unentschie-den. Saladin verließ zuerst das Schlachtfeld, unddie Belagerten zogen sich in die Festung zurück.Vor allen Rittern waren besonders Jakob von Maillyaus Tours in Frankreich, Marschall der Templer,und der Hospitaliter Heinrich eines glorreichen Hel-dentodes gefallen. Beide setzten den Kampf nochfort, als alle ihre tapfer» Genossen schon getödtetoder gefangen waren, obwol die Türken ihnen Er-haltung des Lebens anboten, und starben erst, nach-dem sie noch viele Feinde getödtet hatten, durchStcinwürfe und Pfeile, welche aus der Ferne wi-der sie geschleudert wurden, als Keiner mehr sichihnen zu nahen wagte.

Guarin fand durch seine Tapferkeit einen sichernWeg zu den betrübten Herzen seiner Brüder. Dieallgemeine Achtung und Liebe wurde ihm für sei-nen Heldenmuth zu Theil. Seine Verdienste aner-

) S. Anmerk. 15.