sinkenden Leichnam ihrer Brüder wächst ihre Kraftund ihre Verzweiflung.
Saladin, vor Zorn erglühend, jagt die Kühn-sten seines Heeres in die Vorderreihen, und verdop-pelt den Angriff da, wo er am meisten Widerstandfindet. Es war dies auf dem linken Flügel derRitter, welchen der Hospitaliter-Kompthuc Guarinvon Soria befehligte. Kaum hat das Alles über-blitzende Auge Rogers des Moulins bemerkt, daßsich die Barbaren mit aller Gewalt auf den tapfernKompthur werfen, so grabt sich sein Schwert schonblutige Furchen durch die Glieder des Feindes.
Nun verläßt der Sultan, wie ein gereizter Löwe,plötzlich seine Beute, um auf eine würdigere loszu-stürzen. Fluchend zerbricht er seinen Speer, schwörtdem Ordcnsmeister Rache und Verderben, und rennt,das Schwert furchtbar um sein Haupt schwingend,mit dem Zuruf aus Roger des Moulins los: „Ueber-müthiger Christ! Ist mein Arm so schwach, undmein Schwert in Deinem Heere so verachtet, daßDn den Sultan nicht des Kampfes mit Dir wür-digest? Versuche es mit Saladin, der Dich nichtfürchtet!"
Statt der Antwort führte der Großmeister ei-nen fürchterlichen Hieb auf sein Haupt, doch schluger fehl und traf nur die linke Schulter des fürst-lichen Gegners, aus welcher ein Quell lauen Blu-tes rann. Saladin, durch diese Wunde mit neuemZorn entflammt, drang wüthcnder auf Roger ein,durchstieß ihm mit seinem Damascenerstahl die Rü-stung und tauchte sein Schwert in besten Einge-weide.
Einige Schriftsteller erzählen, der abtrünnigeRaymund, der sich vermummt unter dem Heere der
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