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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
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aus gemeinschaftliches Bestürmen des Patriarchenund des Großmeisters vom Tempel, welche sich ineigener Person in das Hospital des h. Johannesverfügt hatten, gab er den Bitten, jedoch höchstungern, nach, und warf im Unwillen den Schlüsselin der Mitte des Hauses auf die Erde. Jene ho-ben ihn fröhlich auf, eilten nach der Kirche desh. Grabes und holten die Krone aus dem Schatze.Hierauf trat der Patriarch an den Altar, legte eineder beiden Kronen auf demselben nieder und kröntemit der andern die Gräfin. Dann nahm er auchdie erste und überreichte sie der Gräfin Sibyllamit den Worten: „Ihr seid eine Frau, und be-dürfet eines Mannes, welcher Euer Reich regiere.Nehmet diese Krone und setzet sie auf wessen HauptIhr wollt!"

Sibylla rief nun mit feierlicher Stimme ihren :Gemahl Veit von Lusignan zu sich, und dieser em-pfing knieend die Krone aus ihren Händen*). Dann !sagte sie mit lauter Stimme: „Was Gott zusam-mengefügt hat, sollen die Menschen nicht lösen!"

Mit diesen Worten war die Feierlichkeit in derKirche beendigt, und man begab sich hierauf in dasHaus der Tempelherren zum Krönungsmahle.

Die Anhänger des Grafen Raymund, Lusig-nan's erklärte Feinde, widersetzten sich dem despo-tischen Unternehmen der Königin mit aller Macht.Selbst der Bruder des neuen Königs, Gottfried,ein Mann von außerordentlicher Leibesstärke, aberzugleich auch von unbeschreiblicher Eigenliebe, riefbei der Nachricht von der plötzlichen Thronbestei- ^gung des ersteren aus: „Nun beim Himmel! Wer ,

') S. Anmerk. 14.