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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
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zu Jerusalem gesalbt und gekrönt, und damit erin dem feierlichen Zuge aus der Kirche zu dem Pa-laste am Tempel Salomonis, wo das Krönungs-mahl gehalten wurde, von dem Volke gesehenwerden möchte, trug ihn Balian von Jbelin, einriesengroßer und schöner Mann, auf den Armen.

Die Vormundschaft über den minderjährigen Kö-nig übertrug Balduin IV. dem frühern RegentenRaymund von Tripolis, der wahrend Lusignan'sErhöhung keinem andern Gefühle als der Rache inseinem Busen Raum gegeben hatte. Was denalten König eigentlich zu diesem Schritte bewog,war weder Zutrauen noch ein Zeichen des Vorzugs,sondern vielmehr die weibische Besorgnis, daß Ray-mund, wenn er zum zweiten Male übergangenwürde, aufs äußerste gereizt, Unruhen im Staateerregen möchte. Anfangs weigerte sich der klugeGraf, dem ehrenvollen Anträge des Monarchen Ge-währ zu leisten; doch war alles dieses nur Maskeund Politik, weil er die Lage der Dinge besser alsAlle beurtheilcn konnte, und wol einsah, daß ihmso leicht kein Andrer vorgreisen würde.

Unerachtet es ihm nicht entgangen war, daßviele Große des Reichs, unter Andern der Patriarchvon Jerusalem und die Großmeister der beiden Or-den, seine Wahl mißbilligten, trat er die neueWürde nicht eher an, als bis die beiden militairi-schen Orden sich verbindlich gemacht hatten, diejeni-gen Burgen, die den Angriffen des Feindes ammeisten ausgesetzt wären, mit vollem Nachdruck zubeschützen.

Nicht lange nachher starb der aussätzige Königzu Jerusalem (1185), gerade als alle Barone desReichs da versammelt waren, und wurde schon den

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