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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
61
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Feldzuges für den Großmeister des Hospitals, derdurch Rath und That einen nicht geringen Antheildaran gehabt hatte. Die Ordensbrüder überhäuf-ten ihn mit Vorwürfen und beschuldigten ihn ganzöffentlich einer grenzenlosen Eitelkeit, die ihn alleinzu dem ungeheuren Aufwands, zu einer Schuld von200,000 Dukaten und endlich zu dem gelo- undmcnschenraubendcn Zuge nach Ägypten verleitethabe. Die Höflinge, deren ephemere Existenz im-mer an der lächelnden oder zürnenden Miene derMajestät hangt, bestrebten sich, die Thorhcit desjungen Königs zu vertheidigen, und walzten daherdie ganze Last auf den unglücklichen Gilbert vonAfsalit.

Um nun den Vorwürfen der Einen und demSpotte der Zündern zu entgehen, legte er in einerfeierlichen Versammlung des Ordens seine Würdenieder, die ihm jetzt zur Last wurde, und verließPalästina auf immer.

Nach Gilbert von Assalit's Entsagungwählten die Ritter fast einstimmig einen alpen Mönch

Gastus oder Castus (Gasto)

1170-1171.

dessen Vaterland und Herkunft durch keine histori-sche Quelle uns bekannt geworden ist, zu ihremMeister. Mit diesem zugleich erhob sich am Him-mel des Orients ein hellleuchtendes Rcgcnten-Me-teor, welches an Tapferkeit, Weisheit und Fürsten-tugend nicht nur alle seine Zeitgenossen, sondernselbst die meisten seiner Nachfolger christlichen oder