lung und bot dem Könige von Jcrusulem zur Er-haltung des Friedens und als Lösegcld für die ge-fangenen Prinzen zwei Millionen Goldgulden an.
Der habsüchtige Amalrich ging die Bedingungmit Freuden ein und genoß schon im Geiste dieverschwenderischen Früchte der Zukunft, die seinekühne Entschlossenheit krönen sollten. — Unterdessenrüstete sich Schaver zu einem verzweiflungsvollenentscheidenden Angriff.
Nurcddins Feldherr, Schirkuh, rückte eiligst heranmit einer furchtbaren Macht. Noch ahnete Amal-rich nichts von dem Betrüge, und selbst die War-nungen seiner ältesten Freunde im Heere, der weisestenMänner voll Erfahrung, vermochten nicht, ihn ausdem Taumel seiner Verblendung zu wecken. Allesschien sich vereinigt zu haben, dem unglücklichenKönige einen gänzlichen Untergang zu bereiten. Einwüthender Secsturm zerstörte die Flotte, welche derKaiser von Konstantinopel zu seinem Beistände aus-gerüstet und ihm entgegengesandt hatte; seine Ar-mee schmolz mit jedem Tage mehr zusammen. Wasdie feindlichen Schwerter verschonten, raffte Krank-heit dahin, was Hunger und Krankheit nicht auf-rieben, wurde eine Beute des Verraths, oder starbauf schimpflicher Flucht. Ein schleuniger Rückzugwar das einzige Mittel, welches ihn retten konnte.
Bedeckt mit Schande und Scham wegen einereben so ungerecht angefangenen als unglücklich aus-geführten Unternehmung, mußte er die bezwungeneStadt Belbeis, die einzige Eroberung, wieder inden Händen der Feinde zurücklassen und mit denarmseligen Trümmern seiner Armee nach Jerusalemheimkehrcn.
Am allerdrückendsten waren aber die Folgen dieses
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