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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
59
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Angriff folgte, stellten sich doch die Belagerten, un-ter Sannaar's Sohn, zur kräftigsten Gegenwehr.Erst nach langem blutigem Kampfe öffneten sich dieThore der Stadt. Wüthend stürzten nun die Sie-ger hinein, mordeten, sengten und zerstörten Alles,was ihnen in den Lauf kam, und milchten ihrenschwärmerischen Triumphgesang in das Klagegeschreider Weiber, Kinder und Greise. Überall Tod, Ver-derben, Zerstörung. Die Straßen schwammen inBlut. Es war ein Wettstreit, den der Christ mitdem Ungläubigen in Grausamkeit und Blutgierkämpfte. Zuletzt gewann die Habsucht selbst überdie Mordgiec die Oberhand. Der gemeine Troßdes Volkes war größtentheils niedcrgemetzelt; diegeringe Zahl der Vornehmen und Reichen aberwurde absichtlich verschont, um ihren Henkern dieverborgenen Schätze ausliefcrn zu können Uner-meßlich waren die Federungen der Christen, undwer sie nicht befriedigte, starb unter dem Schwerte,oder büßte durch die härtesten Sklavcndienste.

Der Großmeister Affalit erhielt, dem Vertragegemäß, die Festung. Der König aber zog mit sei-nem Heere nach Kairo.

Eine grenzenlose Bestürzung bemächtigte sich desSultans, als er die Eroberung von Belbeis, dieGefangenschaft seines Sohnes und Neffen und dieAnnäherung des Feindes fast zu einer und dersel-ben Zeit erfuhr. Es blieb dem Verzweifelnden keinMittel übrig, als seinen Stolz vor Nureddin, demsiegreichen Beherrscher von Damaskus, zu beugen,und sich in dessen Arme zu werfen.

Um aber Zeit zur Vereinigung mit der Kriegs-macht dieses Fürsten und zum Aufgebot seiner Völ-ker zu gewinnen, ergriff er die Maske der Vcrstel-