Stimmen in den Nathsversammlungcn über diesenGegenstand sehr getheilt. Die meisten Glieder desOrdens, besonders die ältesten Johanniter, fandeneinen Angriffsplan ihren Gelübden sowol als ihrerBestimmung zuwider, welche letztere sie zwar zumbeständigen Kampfe gegen die Ungläubigen, abernicht gcgcntsolche unter ihnen, mit denen sie Friedegeschlossen, zur Vcrtheidigung des heil. Landes, abernicht zu neuen Eroberungen rief. Doch auch derGroßmeister sowol, als der König selbst, hatten ihreAnhänger in. dem Orden, die für den Krieg stimm-ten. Die Mehrzahl der Ritter bewilligte die Unter-stützung der vorgenommencn Eroberung Ägyptens.
Das Convent ertheilte dem Großmeister Voll-macht, in den Banken von Florenz und GenuaGeld auszunehmen.
Die Hoffnung, Ägyptens Schätze unter sich zutheilen, zog außer der großen Anzahl Miethtruppcnnoch eine Menge,-. Freiwilliger herbei, und Assalitkonnte nun dem Könige eine ansehnliche Armee zu-führcn. u, ,e>>
Alles aus der Christenheit zog nun voll Zuver-sicht gegen die heidnischen Ägypter zu Felde. Nurdie Tempelritter wollten an der Unternehmung keinenAntheil nehmen, sei es, weil sie nicht hoffen konn-ten, der Macht und ödem Glanze der Johannitergleichzukommeni.- oder, wie sie Vorgaben, weil sieden Krieg für. ungerecht und den Friedensbcuch fürtreulos hielten',
Ehe man in Ägypten noch den leisesten Winkdavon erhalten hatte.,- stand,Amalrich mit einemfurchtbaren Heere schon vor den Mauern von Bel-beis. So unerwartet der Sturm auch herangebrochenwar, und mit entschlossenem Nachdruck Angriff auf