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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
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Auger von Bälden

1160 — I16Z.

zum Meister ihres Ordens. Dieser Auger oderOttogerius. war aus einem alten Gefchlechte derDauphine gebürtig, ein Mann, dessen Heller Ver-stand und unverfälschter Religionseifer das Vertrauendes Ordens rechtfertigte, und dessen Einfluß in denBerathungen des Königs von großem Gewicht war.Sein Ansehen bei dem Letztem nahm durch die wich-tigsten Waffenthatcn im Felde und durch die treuenDienste im Rathe mit jedem Tage so sehr zu, daßnach Balduins Hinschciden sein leiblicher BruderAmalrich, Graf von Giaffa (Jaffa) und Askalon,blos durch die Unterstützung Auger's von Balkenwider den Willen der Stände zum Könige von Je-rusalem gewählt und gekrönt wurde.

Er bekleidete nur wenige Jahre diese Würde,aber auch diese kurze Zeit war durch viele wichtigeAngelegenheiten, die ec glücklich zum Ruhme desOrdens beendigt hatte, ausgezeichnet. Eine doppelteZwietracht drohte während seiner Regierung demchristlichen Staate in Palästina völlige Zerrüttung.Denn furchtbarer als je erhob sich eine Kirchentren-nung im Abcndlande unter Papst Alexander Hl. unddem Gegenpapste Victor 1H.

Bei den gethcilten Stimmen auf dem Conciliumzu Nazareth machte der König, .eine nachtheiligeTrennung fürchtend, den Vorschlag bekannt, vor derEntscheidung der Kirche im Abendlands sich noch fürKeinen von Beiden zu erklären.

Unerachtet die meisten Fürsten und Herren demKönige beistimmten, brachte es doch Auger vonBälden nebst dem Erzbischof von Tyrus durch ihren