sie entgingen aber durch den Tod der grausamenSchmach, welche die Gefangenen erfuhren, unterdenen selbst der Großmeister des Tempels, Bcrtrandvon Blanquefort, und die Ritter Hugo- von Jbelim,Odo von St. Amand, des Königs Marschall undnachherigcr Meister, nebst vielen Andern sich be-fanden.
Diese wurden in schimpflichem Gepränge inDamaskus eingesührl, dem Pöbel zur Schau, dievornehmen Ritter mit Panzer und Helm gerüstetauf ihren Rosien, jeder sein Panier haltend, diegemeinen Ritter je zwei und zwei aus einem Ka-meele und ausgebreitete Fahnen tragend, an wel-chen Haute von den Köpfen der Erschlagenen mitden Haaren befestigt waren, die Knechte je vierund vier mit Stricken zusammengebundcn.
Nicht lange überlebte der in vieler Hinsicht ehr-würdige Meister des Hospitals, Rapmund du Puy,diese Schmach seiner Waffcngefahrten. Gedrücktvon der Bürde eines achtzigjährigen Greiscnalters,mit Wunden bedeckt und mit Ruhm überhaust,hatte sich dieser tapfere Kampfer für Gottes Ehreschon seit einigen Jahren in die stilleren Kreise sei-ner Burg zurückgezogen. In den Armen seinerBrüder fand ihn der Tod, ruhig und gelassen, wieer ihm schon oft im Gewühle der Schlachten be-gegnet war ( 1160 ).
Lange trübten sich über diesen Verlust die rei-nen Quellen der Frömmigkeit der Johanniter, wor-aus ihr durch schwere Gelübde gefesselter Geist sonstTrost zu schöpfen pflegte. Noch in tiefer Trauerschritten sie zu der Wahl eines neuen Oberhauptes.
Einstimmig wählten die Brüder nach Rapmund'sTode den Ritter