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einer Kleinigkeit den unbedingtesten Despotismus j
nusübten, war eins der wirksamsten Mittel, um ^
sich der Denk-, Glaubens- und Gewissensfreiheit !
der Christenheit zu bemächtigen. Wenn zum Bei- :
spiel ein Fürst durch Widerspenstigkeit die Kirche ^
beleidigt hatte, traf dieser furchtbare Schlag, dermehr war als gewöhnliche Ächtung oder Ercom-munication, mit ihm zugleich das ganze Land.
Aller Gottesdienst hörte auf, die Kirchen wurdenverschlossen, die Altäre ihres Schmuckes beraubt, ^
die Cruzisire, Heiligenbilder, Reliquien und Sta-tuen umgcstürzt, die Wände in Trauer gehüllt.Keine Glocke wurde mehr geläutet, kein Sacramentaußer der Taufe und letzten Ölung mehr erthcilt,und kein Todter mit kirchlichen Gebräuchen beer-digt. Der Genuß des Fleisches war, wie zur Fa-stenzeit, streng verboten, und die Priester dursten ,sich weder waschen noch die Haare und den Bartabschceren. So mußten oft Millionen Unschuldigefür ein ganz geringfügiges Vergehen eines Einzigenbüßen. Die nächste Folge davon war Unzufrieden-heit und nicht selten völliger Aufruhr im Volke,das über die Einstellung des äußern Gottesdienstesin Verzweiflung gerieth. Dadurch wurden die Für-sten gezwungen, sich ohne Widerrede unter denScepter der Hierarchie zu beugen, und dem Des-potismus sowie der Habsucht des römischen Stuh-les oft die blutigsten Opfer zu bringen.
Nicht lange jedoch sollte sich der Großmeister ^Raymund du Pup dieser Privilegien und der Früchtedes Sieges bei Askalon freuen. Es erhob sich !
zwischen ihm und den Bischöfen des h. Landes ein ^
heftiger Streit über die Befreiung von dem Zehn-ten, bei welchem Neid und Mißgunst von Seite