Druckschrift 
2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
47
Einzelbild herunterladen
 

47

ein Schlachten war's, nicht eins Schlacht z« nen-nen" und dauerte vom frühen Morgen bisspät an den Abend. Endlich mußten die Sarazenenweichen, und sich in ihre zertrümmerte Festung zu-rückziehen. Nun drangen die verfolgenden Johan-niter von allen Seiten in die Stadt. Die bestürz-ten Bewohner streckten > die Waffen, und beugten sichvor dem siegreichen Stahle der Christen.

So sank das kühne Askalon (den 12. August1153), welches die Morgenländer wegen seiner Fe-stigkeit und Schönheitdie Braut von Syrien"nannten (liöbler all elbulk. 'lab. 8)'r. S. 78.), inden Staub, und mit ihm auf lange Zeit der Nervder sarazenischen Kraft *).

Die Nachricht von diesem unerwarteten Sieg«setzte die abendländische Christenheit in freudiges Er-staunen, und mit diesem stieg auch die Hochach-tung für die Ritter des Hospitals und ihren tapsernFührer Raymund.

Diese allgemeine Verehrung bewog den PapstAnastasius IV., ihre zahlreichen -Privilegien zu be-stätigen und zu erweitern. Dahin gehört die un-gehinderte Ausübung des Gottesdienstes an Orten,die mit dem Jnterdict belegt sind, und die Erlaub-nis, in allen ihren Besitzungen Gottesäcker anzule-gen und Kirchen zu bauen, sowie ihre verstorbenenBrüder daselbst mit allen gebräuchlichen Ceremo»nicn zu beerdigen, ohne sich an da§ darauf lie-gende Bann-Jnterdict, von wem es auch her-rühre, zu kehren.

Diese geistige Jnquisi'rionsanstalt, wodurch diePäpste und Erzbischöfe des Mittelalters oft wegen

) S. Anmerk. 11.