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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
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sichrer so danieder, daß der König Balduin es fürnöthig erachtete, die Belagerung auszuhebcn.

In diesem Momente der Muthlosigkeit tratRaymund du Puy in dem Kriegsrathe vor das h.Kreuz und ricth in Vereinigung mit dem Patriar-chen Fulcher und seinen Ordensbrüdern, auf Got-tes Hülse fernerhin zu bauen und hoffnungsvolldas Werk aufs Neue zu beginnen. Ohne Verzugriefen die Schlachthörner und Trompeten das christ-liche Volk zu den Waffen, und muthig schaarte sichdas Heer zum Kampfe. An der Spitze desselben foch-ten die Johanniter. Bald füllten zerbrochene Waf-fen und verstümmelte Gliedmaßen die tiefen Grä-ben der Stadl, und unwiderstehliche Mauerbrecherdurchlöcherten vollends die noch übrigen SchanzenAskalons.

Schon drangen die Johanniter von allen Sei-ten in die Stadt, da machten die gereizten Sara-zenen mit der letzten Anstrengung einer verlöschen-den Hcldenkraft einen Ausfall, griffen mit Muthdie Belagerer an, zerstörten ihre Schanzen undMaschinen, zerrissen ihre Zelte, warfen Alles, wasihnen in den Weg kam, nieder, und drangen mitBlitzesschnelle bis an das Zelt des Königs vor. Ander Spitze seiner Edlen focht dieser Fürst mit un-erschrockener Standhaftigkeit.

Die Tempelritter, voll Eifer ihre verlorne Ehrewieder einzulösen, stürzten sich wie Löwen unter diefeindlichen Haufen, und die Johanniter, aus Ei-fersucht, um nicht von jenen übertroffen zu werdenwarfen sich mit unerhörter Tapferkeit jeder Gefahrmuthig entgegen.

Der Sieg blieb lange unentschieden. Die Schlachtglich mehr einem Gemetzel als einem Treffen