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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
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einen großen Holzstoß auf der Mauer an undverstärkten dessen Flamme noch durch Pech undÖl. Damit wollten sie den großen Thurm derChristen anzünden. Doch plötzlich, als die Flam-men ausgelodert waren, erhob sich ein heftigerOstwind, welcher, die ganze Nacht fortdauernd, dieFlamme von dem Thurme abwehrte und nach derMauer trieb. Diese wurde durch die Heftigkeitder Glut so beschädigt, daß der ganze Raum zwi-schen zwei Thürmen einstürzte. Nur durch diesenSturz, nicht aber durch das Feuer der Heiden er-litten die Christen großen Verluste

Daß aber die geöffnete Lücke in den Ring-mauern den Kreuzfahrern nicht nur keinen Gewinn,sondern bedeutenden Schaden brachte, verschuldetendie Templer durch schnöde Gier nach Raub, welcheauch ihnen selbst verderblich wurde. Denn Bern-hard von Tremelay, der Templer-Großmeister, alser mit einer Zahl tapferer Ritter seines Ordensdurch die Öffnung der Mauer in die Stadt eingc-drungen war, ließ alle andern Streiter abwehren,um die reiche Beute in der Stadt allein zu gewin-nen. Als die geängstigten Sarazenen in Askalon,welche anfangs in der Meinung, daß das ganzeChristcnheer eindringe, gewichen waren, nur sowenige Ritter wahrnahmen, rafften sie die letztenKräfte zusammen, rammelten die Öffnung mit gro-ßen Balken zu, schlossen die Templer ein und er-schlugen sie alle, worauf sie die Leichname aufden Mauern als Siegestrophäcn aufhingcn, denChristen zum Hohne.

Diese unerwartete Täuschung einer für untrüg-lich gehaltenen Hoffnung warf den Muth der Kreuz-