wenigstens Ruhe zu verschaffen. Zum Beweise sei-nes unbedingten Vertrauens theilte er für die Zeitseiner Abwesenheit die Regicrungssorgen zwischenRaymund du Puy und seiner Gattin Melisinde.Diese aber übergab den Johannitern die Vertheidi-gung jener neuen Festung (1133) und verschafftedadurch den bedrängten Christen einen sichern Zu-fluchtsort.
Bald waren Aller Augen auf die Thätigkeit dergeistlichen Ritter gerichtet. Von den vornehmstenHöfen bis zu den untersten Volksclaffen herab warnur ein Interesse — für Palästina und dessenDertheidiger. Alfons 1., König von Aragonien undNavarra, der sich den Titel eines Königes von Spa-nien anmaßte, setzte im Jahr 1131 den Ritteror-den der Johanniter, Templer und die Ritter desh. Grabes *), welche ungefähr zu derselben Zeitentstanden sind, ausdrücklich zu seinen Erben ein.Als dieser König bald darauf in einem Treffen ge-gen die Mauren blieb (bei Fraga, am 19. Juli1133), begab sich der Meister des Hospitals an derSpitze von einigen der ältesten Johanniter, von denAbgesandten der Tempelherren und des Patriarchenvon Jerusalem, der zugleich Prior des Klosters zumh. Grabe war, nach Aragonien, dieses Reich inBesitz zu nehmen. Doch die Großen der Monar-chie eilten, durch eine neue Königswahl den Fe-derungen der Ordensritter zuvorzukommen. Jetztentstand aber zwischen beiden Nationen, den Ara-goniern und Navarcesen, ein gefährlicher Zwiespalt.Jede wollte einen Prinzen aus ihrer Mitte aufdem Thron haben. Dieses getheilte Interesse trennte
*) S. Anmcrk. 10.