Druckschrift 
2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

Hochaltars hinkniecn, damit sie Niemandenin der Andacht stören, und sollen in der Ord-nung Einer nach dem Andern gehen und sitzen,wie sie in den Orden ausgenommen worden.

8) An den vorgeschriebenen Tagen sollen sie Um-gang (Procession) halten, Gott um Friedenund Eintracht in der Christenheit anrufen, unddarauf für den Großmeister und die sammtli-chen Ritter beten.

9) Im Convente soll man die ganze Fasten undden Advent hindurch predigen. Bei der ge-meinschaftlichen Tafel soll der I-eotor in einemerbaulichen Buche lesen.

10) Soll ein jeder Bruder mäßig, nüchtern undeinfach leben, den Ocdenshabit, d. i. dasschwarze Gewand, aus dessen linker Seite dasweißleincne Kreuz mit acht Ecken befestigt ist,ohne Unterlaß tragen; doch niemals ohne die-ses Zeichen des Ordens.

11) In Kriegszeiten, und wenn die Ritter zuFelde ziehen, sollen sie statt der schwarzen Su-tane (eine Art von langer Tunica) einen ro-chen Waffenrock, über welchen sowohl aufder Brust als' auf dem Rücken in ganzerLänge das Kreuz himveggeht, zur Bekleidunghaben.

12) Wer in den Orden ausgenommen zu werden be-gehrt, soll rein und ohne Mackel an Blut, Körperund Leben sein*); d. h. er muß von adeligemund christlichem Herkommen, auch in gesetz-licher Ehe erzeugt und geboren sein; daher ersich auch anheischig machen muß, seinen Adel

*) S. Anmcrk. 4.