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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
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ließ, waren im Ganzen denjenigen der Tempelherrenähnlich, doch weniger streng und in Sachen desGottesdienstes nach der Regel des h. Benedictentworfen. Ihr Hauptinhalt ist, mit Übergehungder bloßen Disciplinarrcgeln, ungefähr folgender:

1) Soll jeder Bruder, welcher in den Orden tre-ten will, die drei kanonischen Gelübde halten:Keuschheit, Gehorsam und freiwillige Armuth,d. h. ohne alles Eigcnthum zu leben.

2) Soll er die Kranken, welche in das Ordens-Haus ausgenommen werden, mit aller Sorg-falt und Milde der christlichen Liebe pflegen,nach den Einkünften des Hauses halten, und,wenn es diese erlauben, herrlich bedienen.

3) Sollen Alle und Jede, dafern sie nicht durchKrankheit oder Altersschwache verhindert sind,gegen die Ungläubigen zu Felde ziehen, unddie Feinde der Christenheit nach Kraft undWissen bekämpfen.

4) Sollen die Brüder der Gerechtigkeit und Tu-gend beistehen, die Unterdrückten befreien, dieUnschuld beschützen, die Witwen und Waisenvertheidigcn und vor Allem die Heiden undMohammedaner verfolgen, gleichwie die Makka-bäer gegen die Feinde des Volkes Gottes gethan.

5) Sie sollen sich des Gottesdienstes befleißigen,und täglich anstatt der sieben Gezeiten (>w-rae) hundert und fünfzig kllter noster sprechen.

6) Zur bestimmten Zeit sollen sie fasten, und imJahre drei Mal das h. Sacrament der Beichteund des Altars empfangen, nämlich zu Ostern,Pfingsten, und am Christtage.

7) So man den Gottesdienst verrichtet, sollen sieweder in den Chor noch in die Nähe des