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lon seinem neu errungenen Reiche durch weise Ge-setze, die unter dem Namen der „Briefe des h.Grabes" bekannt sind, und in der Kirche zum h.Grabe aufbewahrt werden, die Seele der Eintrachtund irdischen Glückseligkeit. Dann brachte er Li-berias und viele andere Städte am See Gencsa-reth unter die Kreuzesfahne, eroberte mehre Pro-vinzen von Ostgalliläa, und würde ganz Palästinaunterjocht haben, wenn ihn nicht eine ansteckendeKrankheit mitten in der Blüte seines Glückes imI. 1100 plötzlich von dem Schauplatze seiner Größehinweggerisscn hätte.
Mit glanzendem Pompe bestieg sein jüngsterBruder Balduin den Thron unter dem stolzen Ti-tel eines Königs von Jerusalem, als wollte er durchdas Gepränge des Äußeren einen täuschenden Schim-mer über die Dürftigkeit seines Geistes ziehen. Dochmit diesem tollkühnen, im Lebensgenüsse versunkenenRegenten ging die finstere Epoche von Palästina'sZerstörung aus, gleich wie das hell schimmerndeAbendroth, das auf die untergcgangene Sonnefolgt, einen trüben Tag verkündet. Zwar hatteTripolis nach einer vierjährigen Belagerung die Thoregeöffnet, Sidon und Beritta sich ergeben, Ptole-mals sich gebeugt; — nur Tyrus allein erhob stol-zer als zuvor sein Haupt, und reizte den Wüthen-den zum Sturme, während welchem er von derRuhr dahingerafft wurde.
Ihm folgte sein Vetter Balduin von Burg, oderBalduin 1l. Wahrend dieser Fürst seine Kräftezersplitterte, um den durch mancherlei Verluste ge-reizten und racheschnaubenden Feind von den Stu-fen seines Thrones abzuhalten, erlitten die Brüderdes Hospitals den schmerzlichsten Verlust. Der Va-