Benedictliier Alles für die Erhaltung der großmü-thigen Krankenwärter.
Die von den Christen des Abendlandes gegendie Sarazenen unternommenen Kreuzzüge warenfür die Hospitaliter die würdigste Gelegenheit zurAuszeichnung ihrer Milde. Gottfried von Bouil-lon's Zug sollte nach dem Rathschlusse Gottes ei-nen glänzenderen Sieg, als den gewöhnlichen einerfurchtbaren Übermacht über die Feinde der Christen-heit davon tragen. Die Heldenkrone dieses Füh-rers sollte schimmernder, der Ruhm des Kreuzhee-res dauernder sein, und seine Macht zu einem klei-nen Häuflein Auserwählter zusammenschmelzen, umin geringer Anzahl den Sieg zu erfechten, und dasgelobte Land auf immerdar von dem Despotismusder Barbaren zu befreien.
Mangel an Lebensmitteln, Märsche in unbe-kannten Ländern und auf beschwerlichen Wegen, einungewohntes Klima, Hunger und ansteckende Krank-heiten rafften mit jedem Tage eine Menge Men-schen und Pferde dahin. Der verbreitete Geist derZwietracht, die Eifersucht, die unter den vornehm-sten Kreuzfahrern ausgebrochen war, theilte die Ge-müthec der Volksansühcer, und die Treulosigkeit dergriechischen Bundesgenossen, verbunden mit der nei-dischen Hinterlist des byzantinischen Kaisers AlexisKomnenos, welcher das Heer durch falsche Weg-weiser dem feindlichen Hinterhalte entgcgenführte, —Alles dieses war nur zu sehr geeignet, den Muthder Übriggeblicbenen zu schwächen und die Truppenzu erschlaffen. Schon singen auch die tapferstenRitter an zu verzagen, die Fürsten schwankten inihrem Entschlüsse, das Volk murrte. In diesemMomente der Kraftlosigkeit fachte einzig und allein