denden Brüder gab ihnen den Namen der Hospi- ^talbrüder, der Hospitaliter.
Dies ist der Ursprung des edlen Malteser-ordens, der in jenen früheren Zeiten seines Da-seins den Namen des Johanniterordens führte— eines Ordens, welcher, obgleich der politischen j
Schaubühne entrückt, für den Philosophen der Mensch- Iheit auf ewige Zeiten als eine merkwürdige Er- ^
scheinung dasteht, welcher, wahrend der Orden der >Tempelherren wie ein Meteor glänzte und plötzlich !aus der Weltgeschichte verschwand, sieben Jahrhun-derte hindurch durch seine wohlthätigcn Tugendenein schimmerndes Licht über seine Entstehung ver-breitete, und dessen Thatcn für immerdar ein schö-nes Denkmal des edlen Einflusses der christlichenReligion sein werden.
Gastfreiheit und Menschenliebe waren die Trieb- »federn seiner Existenz, die Früchte seiner Fort-dauer.
In dem Hospitale zu St. Johannes in Jeru-salem fand der verlassene Pilger einen Freund, der >Verfolgte eine Zufluchtstatte, der Unglückliche einenthatigcn Theilnehmer seines Schicksals, der Kranke ^einen Tröster und Pfleger, und der Langsamhinster-bende ein friedliches Ende, fern von dem Getüm-mel der Welt — naher seinem Erlöser und denErwartungen jenseits.
Lange genoß dieser edle Schutzort armer Wal-ler nichts als zufällige Geschenke andächtiger Chri-sten aus Europa. Während sich die obenerwähntenKaufleute aus Amalsi ein eigenes Geschäft daraus ^machten, jährlich so viel Almosen in den italieni- ^schen Staaten einzuziehen, als die Unterstützungihres frommen Instituts crsoderte, verwendeten die